Adria Tour von Novak Djokovic : Zwei Tennis-Profis infizieren sich mit Covid-19 bei umstrittenem Turnier

Grigor Dimitrov aus Bulgarien hat sich bei der Adria Tour mit dem Coronavirus angesteckt.
Grigor Dimitrov aus Bulgarien hat sich bei der Adria Tour mit dem Coronavirus angesteckt.

Weil die Vorsichtsmaßnahmen nicht allzu ernst genommen wurden, war ein Tennisturnier der Adria Tour in der Kritik.

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22. Juni 2020, 08:08 Uhr

Zadar/Monaco | Einen Tag nach seinem letzten Spiel bei der Adria Tour ist der bulgarische Tennisprofi Grigor Dimitrow positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der 29-Jährige am Sonntag auf seinem Instagram-Account mit. "Ich möchte sicher gehen, dass jeder, der mit mir in den letzten Tagen in Kontakt war, sich testet und die nötigen Vorsichtsmaßnahmen ergreift", schrieb Dimitrow, der sich aktuell in seiner Wahlheimat Monaco aufhält. "Grischo", wie ihn seine bulgarischen Fans nennen, entschuldigte sich wegen möglicher Unannehmlichkeiten.


Bei der vom Tennis-Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic organisierten Adria Tour hat es einen zweiten positiven Corona-Fall gegeben. Nach dem Bulgaren Grigor Dimitrow teilte am Montagmorgen auch dessen Gegner, der kroatische Profi Borna Coric, in den sozialen Netzwerken mit, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.


"Ich wollte euch informieren, dass ich positiv auf Covid-19 getestet worden bin", schrieb der 23-jährige Coric auf Twitter. Er wolle, dass alle, die mit ihm in den vergangenen Tagen in Kontakt waren, einen Test machen. "Mir geht es gut, ich habe keine Symptome", teilte der Weltranglisten-33. mit.

Kein Finale

Auch der deutsche Tennisstar Alexander Zverev hatte an dem Turnier teilgenommen. Der Australian-Open-Halbfinalist verpasste am Sonntag den Einzug in das Finale, das nach dem Bekanntwerden von Dimitrows Positivtest laut serbischen Medienangaben nicht mehr ausgetragen wurde.

Das Turnier war ohnehin in die Kritik geraten, weil die Vorsichtsmaßnahmen nicht allzu ernst genommen wurde. Bei den Spielen waren Zuschauer zugelassen worden, ein Sicherheitsabstand von einem Meter wurde entsprechend der TV-Bilder aber nicht eingehalten. Zverev verabschiedete sich mitunter per Handschlag und Schulterklopfen von seinem Gegner, gab auch dem Schiedsrichter die Hand. Auch Ballkinder waren auf dem Platz.

Dimitrow hatte sich nach eigenen Angaben bereits am Vortag unwohl gefühlt. Dort war aufgefallen, dass er ein Händeschütteln mit Borna Coric und dem Schiedsrichter vermieden hatte. Auf das Spiel gegen Pedja Krastin verzichtete er.

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