Fünfsatz-Krimi : Tennisprofi Djokovic feiert Australian-Open-Titel – Kritik von Becker

Boris Becker (l.) und Novak Djokovic.
Boris Becker (l.) und Novak Djokovic.

Novak Djokovic setzte sich im Endspiel von Melbourne am Sonntag gegen den Österreicher Dominic Thiem durch.

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02. Februar 2020, 13:52 Uhr

Der Serbe wankte, wirkte zwischenzeitlich körperlich und mental angeschlagen und stemmte sich in fünf Sätzen dann doch noch erfolgreich gegen den österreichischen Herausforderer, der im Halbfinale den Hamburger Alexander Zverev gestoppt hatte. "Nach wie vor sieht Novak Djokovic körperlich nicht gut aus", sagte Boris Becker als TV-Experte bei Eurosport über seinen früheren Schützling. Nach einer Schwächephase und einem 1:2-Satzrückstand kam Djokovic zurück und löst den spanischen Rivalen Rafael Nadal wieder als Nummer eins ab.

Djokovic hat damit als erster bei den Herren in drei Jahrzehnten Grand-Slam-Titel gewonnen. Für den insgesamt 17. Erfolg bei einem der vier wichtigsten Turniere verdiente er umgerechnet rund 2,5 Millionen Euro und rückte wieder näher an Rekord-Grand-Slam-Turniersieger Roger Federer aus der Schweiz (20) und Nadal (19) heran.

Thiem konnte die Schwäche von Djokovic nicht nutzen

Dabei hatte es nach drei Sätzen so ausgesehen, als könnte Thiem in seinem dritten Grand-Slam-Finale die Phalanx der drei Topstars durchbrechen. Drei Jahre dauert die Titelserie der "Big Three" an. Doch der 26-Jährige konnte die Schwäche von Djokovic nicht nutzen - der Serbe entschied nach vier intensiven Stunden auch sein achtes Melbourne-Endspiel für sich.

Der erste österreichische Australian-Open-Finalist hatte gegen Nadal und Zverev seinen Anspruch unterstrichen, für seinen ersten Grand-Slam-Titel reif zu sein. Als es am Abend des 14. und letzten Turniertags in der mit knapp 15 000 Zuschauern gefüllten Rod-Laver-Arena um den letzten Schritt ging, verlor er zwar gleich sein erstes Aufschlagspiel. Dann passte sich der Herausforderer aber an diesem kühleren Abend besser an das Spiel des Favoriten an und ließ sich auch vom verlorenen ersten Satz nicht irritieren.

Becker kritisiert Djokovic

Vom zweiten Satz an wackelte Djokovic. Als der Serbe sich zum zweiten Mal bei einem Aufschlag zu viel Zeit ließ, kassierte er eine zweite Verwarnung und hatte nur einen Aufschlag. Die prompte Folge: das entscheidende Break für Thiem zum Satzausgleich. Djokovic patschte beim Seitenwechsel Schiedsrichter Damien Dumusois auf die Schuhe und schimpfte: "Du machst dich selbst berühmt, gut gemacht."

Thiem dominierte auf einmal das Geschehen und sicherte sich ohne all zu viel Gegenwehr auch Satz drei. Der Vorjahressieger bekam medizinischen Rat, verließ beim Satzrückstand den Platz. Im vierten Satz hatte sich Djokovic wieder gefangen, ihm glückte das Break zum 5:3. Plötzlich drehte sich die Partie zugunsten des Favoriten, der am Ende dann seine riesige Erfahrung ausspielte.

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