La Margarita : Schlammlawine in Kolumbien: Mindestens 59 Tote nach Erdrutsch

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Nach starken Regenfällen wurden die Bewohner eines 800-Seelen-Dorfes im Schlaf von einer Schlammwelle überrascht. Auch die Stadt Salgar ist betroffen.

svz.de von
erstellt am 19.Mai.2015 | 10:33 Uhr

Salgar | Ein Erdrutsch hat in Kolumbien mindestens 59 Menschen in den Tod gerissen. Hochwasser in einem Fluss im nordwestlichen Departement Antioquia hatte eine Schlammlawine ausgelöst, die am Montag die 800 Einwohner zählende Ortschaft La Margarita weitgehend zerstörte. „Wir wissen nicht, wie viele Menschen noch verschollen sind“, sagte Staatschef Juan Manuel Santos nach einem Flug über das betroffene Gebiet. Retter konnten 37 Menschen verletzt bergen, teilte der Katastrophenschutz mit.

Die Schlammwelle hinterlässt ein Bild der Verwüstung.
Die Schlammwelle hinterlässt ein Bild der Verwüstung. Foto: dpa
 

Starke Regenfälle hatten den Liboriana-Fluss in einer Schlucht stark anschwellen lassen. Die Schlammwelle überraschte die meisten Bewohner am frühen Morgen im Schlaf. Sie habe alle Häuser auf der Länge von zehn Kilometern am Flussufer zerstört, sagte die Bürgermeisterin der Bezirksstadt Salgar, Olga Osorio García. Es werden 40 Kilometer des Flusslaufs nach Opfern abgesucht. Zudem wurde die Wasser- und Stromversorgung der knapp 20.000 Einwohner von Salgar unterbrochen.

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