Auftakt zur „No Filter“-Tour 2017 : Rolling Stones in Hamburg: Ein Konzert der Superlative

vom

Am 9. September spielen die Stones im Stadtpark. 80.000 Fans werden erwartet. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

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erstellt am 31.Aug.2017 | 17:53 Uhr

Es wird das Konzert der Superlative, wenn am kommenden Sonnabend die Altrocker Mick Jagger (73), Keith Richards (73), Charlie Watts (75) und Ronnie Wood (69) zum Start ihrer Europa-Tournee im Hamburger Stadtpark auftreten.

Ein legendärer Veranstaltungsort

David Bowie am 1. Mai 1987 auf der Bühne im Stadtpark Hamburg.
David Bowie am 1. Mai 1987 auf der Bühne im Stadtpark Hamburg. Foto: Imago/Future Image
 

Das Konzert der britischen Rocklegenden findet auf der großen Festwiese zwischen Stadtparksee und Otto-Wels-Straße statt. Das Herzstück des Stadtparks ist etwa 14 Hektar groß. Zuletzt rockten dort vor fast 30 Jahren David Bowie (1987) und Pink Floyd (1989). Seither hatte der Bezirk solche Großveranstaltungen abgelehnt. Für die Stones aber liegt eine Ausnahmegenehmigung vor. Zehn Jahre ist es her, dass diese im Hamburger Volkspark vor 30.000 Fans auf der Bühne standen. Ihr Auftritt vor 52 Jahren in der Ernst-Merck-Halle auf dem Messegelände bei Planten und Blomen ist heute noch Kult. Damals eröffneten sie den Abend mit „Everybody Needs Somebody to Love“.

Eine brandneue Show für den Tourauftakt

Die Stones haben eine volle Set-Liste voller Klassiker wie „Gimme Shelter“, „Paint It Black“, „Jumpin Jack Flash“, „Tumbling Dice“ und „Brown Sugar“ im Gepäck. Die Band kündigt eine spektakuläre Produktion und ein einzigartiges Stage-Design an. Mehr geben sie nicht bekannt. Auch wer der Supportact ist, soll erst Anfang nächster Woche bekannt werden. Das Konzert in Hamburg ist der Tourauftakt der „No Filter“-Europatournee durch neun Länder. Zum Open-Air-Gig werden 82.000 Besucher erwartet.

Der Aufbau ist schon in vollem Gange

Der Aufbau läuft auf Hochtouren.
Der Aufbau läuft auf Hochtouren. Foto: dpa
 

Am Mittwochmorgen, 6 Uhr, haben die Arbeiten im Stadtpark für das legendäre Konzert begonnen. Insgesamt 250 Lastwagen werden in den nächsten Tagen erwartet. Geplant sind insgesamt zwölf Tribünen für mehr als 26.000 Sitzplätze, die restlichen 54.000 Tickets sind Stehplätze. Das Konzertgelände umfasst 30.500 Quadratmeter Rasen. Der Veranstalter muss sich an strikte Auflagen des Bezirks halten. So werden rund 300 Techniker und Helfer ein professionelles Rasenschutzsystemen mit 23.000 Quadratmeter Baustellenplatten und 15.000 Quadratmeter befahrbare Schwerlastplatten zum Schutz des Stadtparkrasens installieren. 75 Spezialisten aus den USA leiten den Aufbau der Open Air Bühne der Superlative. Daher haben die Arbeiten bereits eineinhalb Wochen vor dem Konzert begonnen. Übrigens, auch für den Abbau sind vier bis fünf Tage angesetzt.

Besonders strikte Sicherheitsvorkehrungen

Betonsperren wie diese – hier ein Bild aus Frankfurt am Main – sollen auch in Hamburg die Konzertbesucher vor Terroranschlägen schützen.
Betonsperren wie diese – hier ein Bild aus Frankfurt am Main – sollen auch in Hamburg die Konzertbesucher vor Terroranschlägen schützen. Foto: dpa
 

Die Polizei aktualisiert ihre Sicherheitskonzeption ständig und ist mit einem großen Aufgebot vor Ort. Acht Kilometer Zaun sperren das Konzertgelände ab. An insgesamt 70 Sicherheitsschleusen an drei Eingängen werden am Veranstaltungstag intensive Besucherkontrollen stattfinden. Es herrscht ein striktes Taschen- und Rucksackverbot. Betonpoller und Lastwagen rund um die Festwiese sichern die Eingänge vor Anschlägen. 700 Ordner sind vor Ort. Die Polizei wird auch an den Eingängen präsent sein. Bei der An- und Abreise helfen Mitarbeiter der Hochbahn-Wache.

Erschwerte Anreise

Der Stadtpark in Hamburg: Zwischen Festwiese und Stadtparksee werden 80.000 Fans erwartet.
Das Areal zwischen Otto-Wels-Straße, Festwiese und Stadtparksee wird zu einer Hochsicherheitszone. Foto: Google Maps
 

Es gibt keine Parkplätze vor Ort. Ungünstig: Aufgrund von Bauarbeiten an der naheliegenden S-Bahn-Station Alte Wöhr ist der Zugang zum Bahnsteig derzeit eingeschränkt und wird aus Sicherheitsgründen am Konzerttag ab 15 Uhr nicht angefahren. Alternativ können die S-Bahn-Haltestellen Barmbek oder Rübenkamp genutzt werden. Die S- und U-Bahnen fahren in maximaler Zuglänge und so lange im Fünf-Minuten-Takt, bis der Großteil der Fahrgäste sein Ziel erreicht hat - zu Spitzenzeiten fahren sogar drei Züge in zehn Minuten.

Alternativ zur direkten U3 Borgweg und Saarlandstraße, können Fahrgäste auch die U1 bis zu den Haltestellen Alsterdorf, Lattenkamp und Hudtwalckerstraße nutzen. Zusätzlich wird auch auf allen anderen Bahn-Linien ein dichterer Takt gefahren, längere Züge eingesetzt und der Tagesbetrieb verlängert. Tipp: Für Konzertbesucher aus dem Umland stehen die P+R-Parkplätze auf allen Anlagen in Hamburg an dem Tag kostenfrei zur Verfügung. Die Hochbahn richtet für die PKW-Fahrer, die am Volksparkstadion parken, einen Busshuttle von 13 bis 3 Uhr nachts ein - vom Parkplatz am Volksparkstadion bis zur S-Bahn-Station Stellingen. Für Radfahrer gibt es bewachte Sammelstellen im Umkreis.

Einschränkungen rund um den Stadtpark

G20-Gegner wollen im Hamburger Stadtpark ein Lager für zehntausend Demonstranten aufschlagen.
80.000 Menschen wollen hier die Rolling Stones sehen und hören. Foto: dpa
 

Aus Sicherheitsgründen wird das Veranstaltungsgelände vorab weiträumig gesperrt. Bereits jetzt gibt es Einschränkungen. Der Fußgängerweg zwischen Festwiese und Stadtparksee ist bereits zum Anfahrtsweg für Lastwagen umfunktioniert worden. Auch die Festwiese ist teilweise schon Sperrgebiet. Spätestens ab dem 9. September ist die Otto-Wels-Straße und der Südring komplett gesperrt. Auch ein Teil der Straßen nördlich und südlich des Parks kann temporär abgeriegelt werden.

Die gute Nachricht zum Schluss

Die Rolling Stones starten ihre Welt-Tournee im Hamburg. Aufgrund der zahlreichen Veranstaltungen weitet der HVV seine Fahrzeiten aus.
Die Rolling Stones starten ihre Welt-Tournee im Hamburg. Foto: dpa
 

Regulär galt das Stones-Konzert bereits einem Tag nach Ticketverkauf im Mai als ausverkauft. Damals kosteten die Karten 85 bis 680 Euro. Doch aktuell gibt es wieder Restkarten aus anderen Kontingenten auf dem Markt. Laut Veranstalter könnte es auch an der Abendkasse noch Tickets geben.

Tickets unter www.eventim.de

Weitere Infos für Konzertbesucher: www.fkpscorpio.com

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