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Aus dem Polizeibericht

19. November 2017 | 02:17 Uhr

Unglück in Groß Laasch : Zwei Tote nach Wohnhausbrand

vom

Feuer im Dachgeschoss eines Einfamilienhauses in Groß Laasch kostet 77-jährigem Mann und 73-jährige Frau das Leben.

svz.de von
erstellt am 18.Feb.2017 | 09:06 Uhr

Einwohner der Gemeinde Groß Laasch sind in der Nacht zum Sonnabend durch Sirenenalarm aufgeschreckt worden: Das Obergeschoss eines Wohnhauses stand in Flammen. Das Feuer in dem Einfamilienhaus in der Ludwigsluster Straße brach kurz vor 1 Uhr aus. Durch die Feuerwehr konnten die beiden Bewohner, ein 77-jähriger Mann und eine 73-jährige Frau, nur noch tot geborgen werden. Das Obergeschoss des Hauses ist vollständig ausgebrannt.

„Um 0.58 Uhr sind wir über die Einsatzleitstelle in Schwerin und per Funkmelder alarmiert worden“, sagte Mario Lembke, der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Groß Laasch. Ihm wie seinen Kameraden stand die Anspannung des nächtlichen Einsatzes am Sonnabendmittag noch ins Gesicht geschrieben. Neben der Groß Laascher Wehr waren auch Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Neustadt-Glewe, Grabow und Ludwigslust zum Brandort gerufen worden. Insgesamt waren 54 Feuerwehrleute im Einsatz.

Ein sofortiger Angriff unter Atemschutz ins Dachgeschoss konnte nur schwierig durchgeführt werden, da ein Krankenfahrstuhl nach Aussage des Wehrführers den Kameraden den Weg ins Innere versperrte. „Wir sind mit einem Angriffstrupp ins Haus, um die Hausbewohner zu retten. Der 77-jährige Mann konnte nur noch tot geborgen werden. Auch die 73-Jährige Frau fanden die Einsatzkräfte oben leblos vor, durch die Drehleiter der Ludwigsluster Feuerwehr wurde die Frau aus dem Haus geholt“, so der Wehrführer. Noch in der Nacht standen den Rettungskräften zwei Seelsorger vor Ort zur Verfügung.

Bis gegen 10 Uhr vormittags dauerte der Einsatz der Feuerwehrleute, für die Groß Laascher gab es aber eine Nachalarmierung. „Bei der Einsatzleitstelle ging gegen 11.30 Uhr die Information ein, dass aus den Fenstern des Hauses im Obergeschoss noch Qualm kam. Deshalb sind wir noch hier vor Ort zur Nachkontrolle, um eventuelle Glutnester zu löschen.“

Inzwischen ist es 12.40 Uhr, ein Brandursachenermittler der Polizei hatte im Haus seine Arbeit aufgenommen. Vermutlich ausgehend von einem überhitzten Laptop entstand zunächst ein Schwelbrand, der auf das Mobiliar und schließlich auf die gesamte obere Etage übergriff – so das vorläufige Ergebnis der Untersuchungen des Brandsachverständigen. Das Haus bleibt durch den entstandenen Schaden unbewohnbar.
 

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