Wismar: Neuartige Vorgehensweise beim sogenannten Phishing von Daten des Onlinebankings

svz.de von
11. April 2017, 11:22 Uhr

Eine Wismaranerin ist Opfer von Bankbetrügern geworden. Als sie in den vergangenen Tagen einen Anruf bekam, zeigte ihr Handy im Display die Rufnummer 03841-2400 an. Diese konnte sie als die ihr bekannte Telefonnummer eines Bankinstituts aus Nordwestmecklenburg identifizieren.

Es meldete sich ein akzentfrei, hochdeutsch sprechender Mann, begrüßte die Frau mit ihrem Familiennamen und als Kundin der Bank und stellte sich selbst als ein Mitarbeiter dieser vor.

Angeblich würde es ein Sicherheitsproblem mit der Smartphoneapp des Geldinstituts geben, so dass ein sicheres Onlinebanking über diese App derzeit nicht gewährleistet sei. Aus diesem Grunde würde die Kundin jetzt eine SMS mit einem Downloadlink erhalten. Die unter diesem Link hinterlegte Anwendung solle die Kundin auf ihrem Smartphone installieren, womit das Sicherheitsproblem der App dann gelöst sein soll.

Die Frau folgte den Anweisungen und installierte die Anwendung auf ihrem Smartphone, danach wurde das Gespräch beendet. Erst zwei Tage später bemerkte sie, dass es zahlreiche nicht von ihr autorisierte Buchungen auf ihrem Konto gegeben hatte.

Offenbar hatte die von ihr auf ihrem Smartphone installierte Anwendung, ohne dass die Kundin es bemerkte, die in der Originalapp hinterlegten Zugangsdaten des Onlinebankings ausgelesen und in der weiteren Folge mehrere von der Bank via SMS verschickte mTANs, von ihr unbemerkt, an die Täter weitergeleitet.

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