Wismar: Drogen im Straßenverkehr

von
08. Oktober 2019, 15:51 Uhr

Gestern stellte die Polizei zwei Autofahrer fest, die im Verdacht stehen, ihr Kfz unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln geführt zu haben. So räumte ein 23-Jähriger, der bei einer Verkehrskontrolle um 19:45 Uhr in Wismar West körperliche Auffälligkeiten aufwies, gegenüber einer Polizeistreife ein, am vergangenen Wochenende ein Cannabis konsumiert zu haben. Da ein Schnelltest vor Ort nicht durchgeführt werden konnte, ordneten die Beamten eine Blutprobenentnahme an.

Gegen 23:30 Uhr kontrollierte eine Streife eine Autofahrerin in Wismar Wendorf. Die 26-Jährige teilte den Beamten mit, dass sie anwesend gewesen sei, als andere in ihrem Beisein Drogen konsumiert hätten. Sie selbst, so die Frau, habe kein Interesse an Rauschmitteln. Im Verlauf der Kontrolle bemerkten die Polizisten bei ihr außergewöhnlich geweitete Pupillen und boten ihr einen Schnelltest an. Weil der Test positiv auf Ketamin und Amphetamin reagierte, folgte auch in diesem Fall eine Blutprobenentnahme.

Nur ca. zwei Stunden später (08. Okt.) fiel einer Streifenwagenbesatzung ein Ford in Dargetzow auf, der sich in Schlangenlinien fortbewegte. Die Polizisten hielten das Fahrzeug an und führten eine Verkehrskontrolle durch. Der 30-jährige Fahrzeugführer, der beim Gehen augenscheinlich stark schwankte und darüber hinaus weitere für einen Betäubungsmittelkonsum typische Auffälligkeiten aufwies, gab an, keine verbotenen Mittel zu sich genommen zu haben. Ein freiwilliger Urintest verlief jedoch positiv auf Amphetamin und zog ebenfalls eine Blutprobenentnahme nach sich.

In allen drei Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt. Die Autofahrer erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen die 0,5 Promillegrenze (berauschende Mittel). Vor dem Hintergrund der grundsätzlichen Beurteilung der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr wird zudem die Führerscheinstelle informiert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen