Versuchter Überfall in Bodstedt - Polizei schießt auf Fluchtauto

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25. Juli 2018, 07:53 Uhr

Ein Polizist hat am Dienstagabend in Bodstedt bei Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen) auf ein Fahrzeug mit zwei flüchtenden Verdächtigen geschossen. Zuvor sollen die beiden unbekannten Männer direkt auf die insgesamt vier Beamten zugefahren sein und einen von ihnen dabei verletzt haben, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Zuvor hatte die Ostseewelle berichtet.

Alarmiert worden waren die Beamten, weil die Verdächtigen zuvor einen dritten Mann mit Schlagstöcken bedroht und Geld von ihm gefordert haben sollen. Am Einsatzort trafen sie dann auf die mutmaßlichen Täter, die in einem silbernen Auto ohne Kennzeichen gesessen haben sollen. Ein Polizist habe noch mit seinem Schlagstock auf den Wagen schlagen können, der seine Fahrt jedoch fortsetzte. Ein weiterer Beamter habe nicht mehr ausweichen können und sei bei einem Zusammenstoß mit dem Auto am Arm verletzt worden. Daraufhin habe er nach dem Auto geschossen und nach jetzigem Kenntnisstand die Heckscheibe beschädigt. Wie schnell der Wagen war und wie weit er sich schon entfernt hatte, als der Beamte schoss, müsse nun ermittelt werden, sagte eine Sprecherin. Hinweise, dass die beiden Insassen durch den Schuss verletzt wurden, gibt es den Angaben zufolge nicht.

Der Fluchtwagen konnte laut Polizei später in Barth gefunden werden, von den Verdächtigen fehlt jedoch jede Spur. Auch der Einsatz eines Hubschraubers und von Fährtenhunden habe keinen Erfolg gebracht. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise zu den Männern geben können.

Sie sollen zwischen 25 und 30 Jahren alt sein und einen Dreitagebart getragen haben. Der Beifahrer habe dunkle, längere Haare und der Fahrer sehr kurze Haare oder eine Glatze getragen. Gegen sie wird unter anderem wegen Bedrohung ermittelt. Wie das Zufahren auf die Beamten gewertet wird, wurde am Mittwoch noch geprüft, sagte die Sprecherin. Auch die Rechtmäßigkeit des Schießens werde routinemäßig überprüft.

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