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Schwerin: Hohe Polizeipräsenz gewährleistet friedlichen Demonstrationsverlauf

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erstellt am 01.Mai.2016 | 18:11 Uhr

Durch eine hohe Präsenz hat die Polizei am Sonntag in Schwerin den friedlichen Verlauf von insgesamt vier angemeldeten Demonstrationen gewährleisten können. An den Aufzügen bzw. Kundgebungen hatten sich nach polizeilichen Schätzungen über 1.000 Personen, darunter ca. 250 (in der Spitze zeitweilig bis 400) Teilnehmer eines NPD-Aufzuges, bis zum Nachmittag beteiligt. Die Polizei konnte durch ihre vorausschauende Einsatztaktik  ein Aufeinandertreffen gegnerischer Demonstranten verhindern.

Vielfach versuchten einzelne Personen oder Personengruppen, die teilweise vermummt waren, an den Aufzug der NPD zu gelangen. Bereits im Vorfeld hatte die Polizei am Sonntagvormittag eine aus der Region Hamburg anreisende Personengruppe festsetzen müssen, die sich vermummt und uniformiert polizeilichen Anweisungen widersetzte. Wie sich herausstellte, hatten einige Personen dieser rund 120-köpfigen Gruppe zuvor im Zug nach Schwerin Straftaten begangen. Sie wurden vor Ort vorrübergehend in Gewahrsam genommen und später zum Bahnhof begleitet.

Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Rostock musste der Zugverkehr am späten Vormittag in Schwerin für rund 30 Minuten unterbrochen werden, da sich anreisende Demonstrationsteilnehmer am Haltepunkt Schwerin- Mitte zeitweilig zu nahe am Gleis aufgehalten haben. Zudem ist es wegen eines Brandes auf der Zugstrecke von Stralsund nach Rostock am Sonntagvormittag zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr gekommen. Laut Bundespolizei hatten Unbekannte auf den Gleisen mehrere Reifen angezündet, wodurch ein Regionalexpress mit anreisenden Versammlungsteilnehmern auf freier Strecke anhalten musste. Im Zuge des gesamten Demonstrationsgeschehens kam es am heutigen Tag in Schwerin nur zu zwei direkten Konfrontationen mit der Polizei, wobei zwei Personen wegen Angriffen auf Polizeibeamte vorläufig festgenommen wurden. Die Polizei war im Gesamtverlauf des heutigen Demonstrationsgeschehens mit rund 800 Beamten im Einsatz.

Überdies nutzten zahlreiche Bürger die Hotline des Bürgertelefons, die die Polizei aufgrund mehrerer angekündigter Verkehrseinschränkungen eigens für den heutigen Tag eingerichtet hatte.

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