Rostock: Somalische Flüchtlinge im Seehafen bei Schleusung gestoppt

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15. Juni 2015, 13:03 Uhr

Am gestrigen Sonntag, den 14. Juni 2015 gegen 04:15 Uhr wurde durch Beamte der Bundespolizeiinspektion Rostock ein Opel Safira mit Schweizer Kennzeichen bei der bevorstehenden Ausreise nach Dänemark  festgestellt und kontrolliert. Bei der Kontrolle konnte festgestellt werden, dass sich neben dem somalischen 33-jährigen Fahrer weitere fünf somalische männliche Landsmänner (18, 19, 20, 26 und 34 Jahre) und eine weibliche somalische Staatsangehörige (25 Jahre) befanden. Der vermeintliche Schleuser (Fahrer) konnte sich mit einem Schweizer Reisedokument ausweisen. Alle anderen Insassen hatten keinerlei Reisedokumente. 

Erste Ermittlungen ergaben, dass alle somalischen Staatsangehörigen über verschiedene Wege nach Serbien gelangt sind, dort gezielt von einem Landsmann aufgenommen und bis zum Seehafen geschleust wurden. Hierfür zahlten sie pro Person zwischen 1.500 und 2.000 Euro. Gegen den vermeintlichen Schleuser wird nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die somalischen Staatsangehörigen stellten ein Schutzersuchen und wurden zur zentralen Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Horst/Nostorf weitergeleitet.

Am selbigen Tag konnte durch die Beamten noch ein syrischer sowie ein weiterer somalischer Staatsangehöriger nach erfolgter Einreise aus Dänemark ohne erforderliche Reisedokumente ermittelt werden. Auch diese stellten ein Schutzersuchen und wurden ebenfalls an die zentrale Aufnahmeeinrichtung weitergeleitet. Darüber hinaus konnten bereits am Samstag zwei syrische Staatsangehörige am Hauptbahnhof Rostock festgestellt werden. Einer der beiden Flüchtlinge begab sich direkt zu der dort eingesetzten Streife der Bundespolizei und stellte ein entsprechendes Schutzersuchen. Der andere konnte nach Ankunft eines IC aus Düsseldorf am Bahnsteig ermittelt werden. In seiner Befragung gab dieser an, aus Syrien über die Türkei, Serbien und Österreich nach Deutschland geschleust worden zu sein. Er zahlte hierfür 2.400 Euro. Für den Fall, dass die Schleusung misslingen sollte, wurde eine Wiederholung angeboten.

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