zur Navigation springen

Rostock: Gefährliche Körperverletzung am S-Bahn Haltepunkt

vom

svz.de von
erstellt am 06.Feb.2017 | 11:05 Uhr

Am gestrigen Sonntag, den 05.02.2017 gegen 06:20 Uhr wurde die Bundepolizeiinspektion Rostock durch einen auf dem Heimweg befindlichen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Deutschen Bahn AG informiert, dass es am S-Bahn Haltepunkt Lütten-Klein offensichtlich zu einer Körperverletzung zwischen mehreren Personen gekommen ist.

Beim Eintreffen der Beamten konnte eine am Boden liegende verletzte Person festgestellt werden. Weitere fünf Personen entfernten sich fluchtartig vom Haltepunkt. Auf Grund der erheblichen Verletzungen des Geschädigten wurde ein Rettungswagen angefordert. Der Geschädigte musste wegen eines offenen Bruches sowie weiteren Verletzungen unverzüglich  in das Uniklinikum Rostock verbracht werden. Erste Ermittlungen vor Ort ergaben, dass es innerhalb der Gruppe von vier Männern und einer Frau zu Streitigkeiten gekommen sein soll und der 40-jährige Geschädigte der Frau zu Hilfe kommen wollte. Hierbei wurde er angegriffen, wobei ihm die erheblichen Verletzungen zugeführt wurden. Im Rahmen einer Nahbereichsfahndung konnte nach Zeugenhinweis die beteiligte 18-jährige deutsche Staatsangehörige festgestellt werden. Im weiteren Verlauf konnten die weiteren offensichtlich tatbeteiligten männlichen Personen ermittelt werden, wobei sich einer der Beteiligten freiwillig bei der Bundespolizei meldete.

Bei den Personen handelte es sich teilweise um mehrfach polizeilich in Erscheinung getretene deutsche Staatsangehörige im Alter von 25 bis 29 Jahren.

Beim anschließenden Aufsuchen eines Aufenthaltsortes der mutmaßlichen Beteiligten konnte ein Tatbeteiligter angetroffen werden. Hier stellten die Beamten fest, dass gegen diesen zwei Strafvollstreckungshaftbefehle zur Zahlung von 855,- Euro wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie der Zahlung von 750,- Euro wegen Sachbeschädigung vorlagen. Darüber hinaus konnten die Beamten bei seiner Durchsuchung ca. 1,02 Gramm einer betäubungsmittelähnlichen Substanz auffinden. Da der Betroffene die Geldstrafen nicht zahlen konnte, musste er die Ersatzfreiheitsstrafe von insgesamt 110 Tagen antreten und wurde in die Justizvollzugsanstalt verbracht. Insgesamt wurden vier Streifenbesatzungen der Bundespolizei und zwei Streifen des Polizeirevieres Lichtenhagen zum Einsatz gebracht.

Nach bisherigen Erkenntnissen handelte es sich bei der Streitigkeit vermutlich um einen Beziehungsstreit zwischen der jungen Frau und ihrem Freund  (26 Jahre) sowie einer Einzeltat des Freundes. Alle anderen Anwesenden werden als Tatzeugen behandelt und als solche in die Ermittlungen einbezogen. Der Ermittlungsvorgang wurde an die Staatsanwaltschaft Rostock übergeben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen