Ribnitz-Damgarten: Aufmerksame Senioren durchschauen Betrugsmasche

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30. Januar 2019, 12:40 Uhr

Am gestrigen Tag, dem 29.01.2019, gingen bei der Polizei in Ribnitz-Damgarten und Barth insgesamt vier Anzeigen zum Verdacht des sogenannten Enkeltrickbetrugs ein. In allen Fällen waren die betroffenen Rentnerinnen und Rentner aufmerksam, sodass es zu keiner Geldübergabe an Unbekannte kam.

So wurden im Zeitraum von zirka 11:30 Uhr bis kurz vor 17:00 Uhr ein 78-jähriger Barther, zwei 71- und 82-jährige Rentnerinnen aus Bad Sülze sowie eine 85-Jährige aus Ribnitz-Damgarten von einer unbekannten Telefonnummer angerufen. In jedem Fall gab sich eine bislang unbekannte Frau am anderen Ende als angebliche Schwägerin, Bekannte oder Enkeltochter aus.

Mit den Worten "Ich bin es! Erkennst du mich nicht?", "Hier ist deine Enkeltochter!" oder ähnlichen Formulierungen wurde den Angerufenen so vorgespielt, dass die angebliche Verwandte oder Bekannte kurzfristig eine größere Menge Bargeld für einen Wohnungskauf in Rostock bräuchte. Dabei wurde durch die Frau eine äußerst dringliche Notlage dargestellt, um die Senioren so unter Druck zu setzen und zur Zahlung zu animieren.

Die Betrugsmasche lief jedoch in allen vier Fällen ins Leere, da die Angerufenen zum Teil auch nach Rücksprache mit ihren echten Angehörigen misstrauisch waren und die Polizei verständigten.

Die Polizei rät in diesen Fällen:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden!
  • Erraten Sie nicht, wer am Telefon sein könnte!
  • Geben Sie keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preis!
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen!
  • Holen Sie sich ggf. Rat bei Ihren echten Angehörigen, wenn Sie sich nicht sicher sind!
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen!
  • Lassen Sie ggf. Ihren Telefonbucheintrag ändern, indem Sie Ihren Vornamen abkürzen!
  • Verständigen Sie umgehend die Polizei und erstatten Anzeige!

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen in den genannten Fällen wegen des Verdachtes des Betruges aufgenommen. Allerdings geht die Polizei davon aus, dass das Dunkelfeld um einiges höher sein wird, als die bislang vier angezeigten Fälle am gestrigen Tag.

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