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Grimmen : Polizei sucht nach einer vermeintlich entführten Frau

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Eine vorgetäuschte Entführung hat am Mittwoch zu einem Großeinsatz der Polizei in Grimmen geführt.

svz.de von
erstellt am 12.Jul.2017 | 14:44 Uhr

Eine vorgetäuschte Entführung hat am Mittwoch zu einem Großeinsatz der Polizei in Grimmen (Vorpommern-Rügen) geführt.

Am Morgen hatte ein Mann mit unterdrückter Telefonnummer bei der Polizei angerufen und in gebrochenem Deutsch mitgeteilt, dass er eine Frau entführt habe und diese mit einer Waffe bedrohe. Er verlangte 50.000 Euro Lösegeld, wie die Polizei am Mittwoch in Neubrandenburg mitteilte. Da von einer Entführung auszugehen war, begann die Polizei in großem Stil mit Fahndungsmaßnahmen und Ermittlungen zur Telefonnummer. Insgesamt waren rund 200 Polizisten an dem Einsatz beteiligt.

Nachdem der Inhaber der Handynummer ermittelt war, trafen die Beamten in der Wohnung des Handybesitzers zwei Männer im Alter von 26 und 33 Jahren sowie eine 22-jährige Frau an. Der 26-jährige hatte einen Alkoholpegel von knapp 1,9 Promille. Er war ersten Erkenntnissen zufolge der Anrufer und hatte den Akzent nur vorgetäuscht. Der 33-Jährige stand unter Drogeneinfluss.

Es stellte sich heraus, dass die Entführung offenbar nur vorgetäuscht war. Das Motiv sei bislang unklar. Die beiden Männer und die Frau wurden zur Vernehmung in die Dienststelle gebracht. Die Vortäuschung einer Straftat und versuchte Erpressung kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden.

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