zur Navigation springen

Rostock : Polizei löst illegales Zeltlager von Rumänen auf

vom

Bei den festgestellten Rumänen soll es sich um die in der Rostocker Innenstadt immer wieder unangenehm aufgefallene "Bettelmafia" handeln

svz.de von
erstellt am 02.Mär.2017 | 12:21 Uhr

Die Polizei hat am Donnerstagmorgen an der Rostocker Holzhalbinsel ein illegales Zeltlager von mehreren Rumänen aufgelöst. Die Personen, die dort "wild campierten", sollen Mitglieder der so genannten "Bettelmafia" sein. Das wurde aus internen Polizeikreisen bekannt. An dem Einsatz, zu dem es heute Morgen gegen 8 Uhr kam, waren mehrere Streifenwagen der Polizei, die Feuerwehr, das Veterinäramt und das Amt für Stadtgrün beteiligt.

Angaben der Polizei zufolge war einigen Passanten das aus drei selbst errichteten Unterkünften bestehende Zeltlager aufgefallen. Es befand sich zwischen der Vorpommern- und der Petribrücke in direkter Nähe zur Holzhalbinsel. Die Beamten trafen in den aus Hölzern notdürftig zusammengebauten Schlafplätzen insgesamt sechs Personen an, drei Frauen und drei Männer. Außerdem befanden sich drei Hunde in ihrer Obhut.

Laut den Beamten wurden die sechs Rumänen zunächst auf das Revier in das Zentralgewahrsam gebracht. Die Hunde kamen in die Obhut der Rostocker Berufsfeuerwehr (Tierrettung). Ulrich Kunze, Sprecher der Hansestadt Rostock, bestätigte den Einsatz am Morgen: "Es handelt sich um eine verbotene Nutzung der Grünanlagen". Das Camp wurde umgehend nach der Feststellung aufgelöst.

Das so genannte "wilde Campieren" sei Kunzes Ausführungen zufolge schon vor ein paar Monaten an anderer Stelle aufgefallen. Wie bekannt wurde, soll es sich bei den festgestellten Rumänen um die in der Rostocker Innenstadt immer wieder unangenehm aufgefallene "Bettelmafia" handeln. "Genau das überprüfen wir derzeit, das ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen", sagte Dörte Lembke, Sprecherin der Polizeiinspektion Rostock. Die Ermittlungen stünden allerdings erst am Anfang, hieß es. Im Rahmen dieser Ermittlungen wird auch geprüft, ob die sechs Rumänen in ihre Heimat abgeschoben werden können.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen