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Plau: Grabräuber stehlen Bronzeplatte von Bildhauer Wandschneider

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erstellt am 26.Okt.2016 | 14:54 Uhr

Grabräuber haben in Plau am See (Kreis Ludwigslust-Parchim) eine Bronzearbeit des Bildhauers Wilhelm Wandschneider (1866-1942) und eine weitere Grabplatte gestohlen. Wie Polizeisprecher Klaus Wiechmann am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur sagte, wurde die 30 mal 40 Zentimeter starke Platte von Wandschneider mit Gewalt vom Grabstein eines Familiengrabes abgebrochen. Der oder die Täter sollen sich zwischen Freitag und Sonntag an dem Grab zu schaffen gemacht und dabei auch den Grabstein beschädigt haben. Erst später wurde der Diebstahl der anderen Bronzeplatte wenige Meter weiter bemerkt.„Den Spuren zufolge könnte es sich um Buntmetalldiebstahl, aber auch um einen Kunstraub handeln“, sagte Wiechmann. Die Bronzeplatte des Bildhauers hat das Motiv „Die Feuerschale“ und stammt aus dem Jahr 1939. Das Motiv der zweiten Platte sei „Sinkende Kogge“.

Die Polizei ermittelt wegen Diebstahls in einem besonders schweren Fall und Störung der Totenruhe. In Plau wurde 2006 schon einmal eine Wandschneider-Arbeit vom Friedhof entwendet. Der Bildhauer stammte aus Plau und war ein in Deutschland bekannter Künstler. Seine Arbeiten stehen noch in Crivitz und Plau. Für Teterow (Landkreis Rostock) schuf Wandschneider den bekannten Hechtbrunnen, für Stavenhagen (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) die Bronzefigur des Dichters Fritz Reuter.

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