Ludwigslust: Betrüger aus der Türkei fordern „Kaution“

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08. Dezember 2017, 15:40 Uhr

Eine Rentnerin in Grabow bekam jetzt Post aus der Türkei. Als die 75-Jährige den Umschlag öffnete, gab es zunächst einen Schreck: Der Brief kam angeblich vom „Obersten Gerichtshof“ Istanbuls. Darin wurde der Rentnerin mitgeteilt, dass der Gerichtshof gegen sie auf Antrag der Staatsanwaltschaft Istanbul Haftbefehl wegen mehrerer in der Türkei begangener Straftaten erlassen habe. Der Haftbefehl  solle nun durch die deutschen Behörden vollstreckt werden. Der Brief  kam ganz offenbar nicht von der türkischen Justiz, sondern von dreisten Betrügern.

In dem Brief wurde der Frau mitgeteilt, sie könne die Haft umgehen, wenn sie innerhalb von fünf Werktagen eine Kaution von 12500 Euro überweise. Glücklicherweise wandte sich die Grabowerin an die richtige Polizei, die jetzt ermittelt. Noch zwei weitere Betrugsfälle beschäftigen derzeit die Kripo. In der Hagenower Region erhielt ein Mann  ein Mahnschreiben, angeblich von der Telekom. Er habe die Gebühr für Telefongespräche nicht bezahlt. Und noch in einem dritten Betrugsfall ermittelt gegenwärtig die Polizei. Ein ebenfalls im Bereich Hagenow wohnender Mann  wollte  übers Internet einen Kredit über 4500 Euro aufnehmen – bei der Bank in Gran Canaria. Als er  auf die Zahlung des Kredits hoffte, wurde er bitter enttäuscht.  muen

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