Ludwigslust: Aus dem Zug direkt in die Zelle

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01. Juli 2020, 09:23 Uhr

Weil ein Fahrgast am gestrigen Abend, den 30.06.2020 im ICE 803 Reisende bedrohte und randalierte wurde dieser vom Zugbegleiter am Bahnhof Ludwigslust von der Weiterfahrt ausgeschlossen. Da ihm auch die Mitnahme in einem Folgezug versagt wurde, fing dieser erneut an Bahnmitarbeiter anzupöbeln. Daraufhin erfolgte eine Verständigung der Bundespolizei. Aufgrund der örtlichen Nähe wurden die Kollegen der Landespolizei in Ludwigslust um Unterstützung gebeten, welche den 35-jährigen Pole zunächst übernahmen und ihn nach Ankunft der Bundespolizisten vom Bundespolizeirevier Schwerin an diese übergaben.

Bei der Überprüfung seiner Person konnten diese feststellen, dass gegen den Polen ein erst wenige Tage alter Haftbefehl (24.06.2020) vorlag. Vorausgegangen war eine rechtskräftige Verurteilung durch das Amtsgericht Hannover vom März 2020 wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte mit tätlichen Angriff, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Die Verurteilung durch das Amtsgericht Hannover beinhaltete die Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 1.300,- Euro. Darüber hinaus waren noch Kosten in Höhe von 344,30 Euro zu entrichten. Da er der Zahlung bisher nicht nachgekommen, auch nicht in der Lage war die geforderte Geldstrafe vor Ort zu entrichten, muss er nun eine Ersatzfreiheitsstrafe von 130 Tagen verbüßen und wurde in die nächstgelegene Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

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