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Aus dem Polizeibericht

12. Dezember 2017 | 03:45 Uhr

Hamburg/Augsburg : Kokain unter "Koks" versteckt

vom

Zollfahndungsamt Hamburg entdeckt rund 80 kg Kokain in Grillkohle. Durchsuchungsmaßnahmen und 3 Festnahmen in der Nähe von Augsburg.

svz.de von
erstellt am 08.Okt.2015 | 11:25 Uhr

Durch Beamte der Ermittlungsgruppe Hafen des Zollfahndungsamtes Hamburg wurden bereits am 10.08.15 im Rahmen einer Kontrolle in einem Container aus Paraguay rund 80 kg Kokain in Grillkohle entdeckt. Der Container war zuvor von den Ermittlern der Ermittlungsgruppe Hafen im Rahmen ihrer Risikoanalyse für eine nähere Kontrolle durch die Zollfahnder selektiert worden. Unregelmäßigkeiten innerhalb der handelsüblichen Grillkohlesäcke bei der Durchleuchtung mit einem mobilen Röntgengerät und die manuelle Kontrolle führten zum Auffinden zahlreicher Holzkohlebriketts, die gepresstes Kokain enthielten. Das gepresste Kokain war, professionell zu je ca. 100 Gramm mit einer Kohleschicht überzogen, als Holzkohlebrikett getarnt und gemischt mit echter Grillkohle in den Grillkohlesäcken versteckt gewesen.

Ermittlungen des Zollfahndungsamtes Hamburg mit maßgeblicher Unterstützung durch Ermittlungsbeamte der Kriminalpolizeiinspektion Augsburg und des Zollfahndungsamtes München führten die Fahnder zum Empfänger des mit Grillkohle und Kokain beladenen Containers, eine Firma in der Nähe von Augsburg. Als Hintermänner des Einfuhrschmuggels konnten 3 Personen ermittelt werden. Dabei handelt es sich um den Inhaber der Empfängerfirma, ein 34-jähriger Pole, sowie weitere im Zusammenhang mit der Einfuhr tätig gewordene Personen, ein 61-jähriger Italiener und ein 48-jähriger Deutscher.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg wurden nun am gestrigen Tag durch Beamte des Zollfahndungsamtes Hamburg die durch das Amtsgericht Hamburg erlassenen Haftbefehle gegen die 3 Verdächtigen in der Nähe von Augsburg vollstreckt, die sich nun in Untersuchungshaft befinden. Weiterhin wurden die Geschäftsräume der Empfängerfirma sowie die Privatanschriften der 3 Festgenommenen durchsucht. Unterstützt wurde das Zollfahndungsamt Hamburg bei ihren Maßnahmen durch Beamte des Zollfahndungsamtes München, dem Hauptzollamt Augsburg und der Kriminalpolizeiinspektion Augsburg. Bei den Durchsuchungen konnte diverses Beweismaterial in Form von schriftlichen und elektronischen Aufzeichnungen.gefunden und sichergestellt werden.

"Mit der Festnahme der Hintermänner im Zusammenhang mit diesem Kokainschmuggel konnte die Zollfahndung ihr primäres Ziel, nämlich die Bekämpfung mittlerer und schwerer Kriminalität und damit die Zerschlagung von Täterstrukturen, erfolgreich erfüllen. Solche Festnahmen sind der Schlüssel dafür, die internationale Rauschgiftkriminalität nachhaltig zu stören und zu bekämpfen!" so Niels Hennig, Pressesprecher des Zollfahndungsamtes Hamburg.

Das in der Holzkohle sichergestellte Kokain weist einen hohen Kokain-Wirkstoffgehalt von rund 90% auf. Die 80 kg Kokain haben einen Straßenverkaufswert von rund 5,2 Millionen Euro.

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