Video: Rettungseinsatz in Mirow : Kinder bei Kanutour in Not geraten - nach Stunden alle gerettet

<p>38 Kinder gerieten gestern Abend auf dem Vilzsee bei Mirow mit ihren Kanus in Not. Viele Helfer waren im Großeinsatz.    Foto: Ebel</p>
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38 Kinder gerieten gestern Abend auf dem Vilzsee bei Mirow mit ihren Kanus in Not. Viele Helfer waren im Großeinsatz.    Foto: Ebel

Feuerwehren, Wasserwacht und Polizei im Einsatz - widrige Wetterbedingungen

svz.de von
06. September 2017, 20:46 Uhr

Gegen 21 Uhr großes Aufatmen bei allen Beteiligten: Die 38 Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren sowie deren Betreuer und Scouts, die auf dem Vilzsee bei Mirow in Seenot geraten waren, sind wohlbehalten zurück. Seit dem späten Nachmittag waren Feuerwehren, Wasserwacht und Polizei im Großeinsatz. Auch der Rettungshubschrauber sollte mit Suchscheinwerfern zum Einsatz kommen, musste aber wegen schlechter Witterung umkehren. Was war geschehen?

Die Schüler, die mit ihren Betreuern auf der Mecklenburgischen Seenplatte in Kanus unterwegs waren, sind nach Augenzeugen-Aussagen zum Teil in Seenot geraten und waren zunächst von Land nicht mehr zu sehen. Am Nachmittag wurde das Wetter zunehmend ungemütlicher – Regengüsse gingen nieder, der Wind wurde stürmisch und der See immer aufgewühlter.

 

Laut Einsatzleiter war jedoch genau davor bereits seit dem Morgen gewarnt worden. Unverständlich daher in seinen Augen, warum man mit den Mädchen und Jungen dennoch aufs Wasser rausfuhr. Die Verantwortlichen wollten am Abend dazu keine Stellungnahme abgeben.

Noch während der Suchaktion wurden die ersten Kinder und Betreuer in Sicherheit gebracht. Ein Teil der Gruppe begab sich in der Nähe des Camps an Land und ging zu Fuß zurück. Diese konnten wohlbehalten angetroffen werden. Die weiteren 15 Schüler und ein Lehrer paddelten lautstark um Hilfe rufend bis zur Ortschaft Fleeth, gingen dort an Land. Passanten und Einsatzkräfte halfen ihnen aus dem hüfthohen Wasser. Von hier aus begaben sich die durchnässten Kinder zum Feuerwehrgerätehaus in Fleeth. Dort angekommen informierte der Lehrer das Jugendcamp über den Aufenthaltsort. Auch diese Gruppe konnte so letztendlich wohlbehalten durch die eingesetzten Polizeibeamten angetroffen werden. Alle Schüler, Lehrer und Tour-Führer waren unverletzt, wenn auch unterkühlt. Es ist kein Boot gekentert oder musste aus Seenot gerettet werden.

Um 21:16 Uhr konnte der Einsatz für alle vor Ort befindlichen Kräfte beendet werden. Eingesetzt waren 2 Funkstreifenwagen und ein Boot der Polizei, die Freiwillige Feuerwehren Schwarz, Mirow und Fleeth, der Sanitätszug des DRK Neustrelitz, ein Rettungswagen und ein Notarztwagen, sowie Mitglieder der Wasserwacht.

Zum Glück hatten wenigstens alle Teilnehmer der Tour Schwimmwesten getragen...

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