Rostock/Güstrow : Häftling aus forensischer Klinik nach kurzer Flucht gefasst

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Ein verurteilter Straftäter hat einen Ausflug mit Suchtbetreuern aus der geschlossenen Klinik in Rostock zur Flucht genutzt. Weit kam er nicht

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25. Mai 2016, 08:36 Uhr

Die Rostocker Polizei hat einen geflohenen Straftäter nach kurzer Flucht wieder gefasst. Der 25-Jährige war am Dienstagnachmittag den Pflegern nach einem begleiteten Ausgang kurz vor der forensischen Klinik in Rostock-Gehlsdorf weggelaufen, wie ein Sprecher des Schweriner Justizministeriums am Mittwoch sagte. Nach einer größeren Suche im benachbarten Stadtteil in Rostock fanden Ermittler ihn am Mittwochmorgen in einer Klinik in Güstrow. Dort wollte der Flüchtige vermutlich einen Bekannten besuchen, der gerade im Krankenhaus lag.

Hinweise aus der Bevölkerung brachten die Polizei auf die Spur des Mannes. „Der 25-Jährige hat sich dann am Morgen gegen 7.00 Uhr widerstandslos in der Güstrower Klinik festnehmen lassen“, sagte eine Polizeisprecherin in Rostock. Inzwischen sei er wieder in die Forensische Klinik nach Rostock gebracht worden. Eine Gefährdung von Anwohnern habe zu keiner Zeit bestanden, hieß es.

Nach Angaben des Ministeriums saß der Mann seit 2013 wegen versuchten Totschlags und räuberischer Erpressung in Haft. Er war zu einer Haftstrafe von acht Jahren verurteilt worden. Nach zwei Jahren im Gefängnis war er seit Herbst 2015 dabei, in der psychiatrischen Gefängnis-Klinik eine vom Gericht angeordnete Suchttherapie zu absolvieren. „Dort legen die Betreuer und Ärzte fest, wie mit dem Patienten umgegangen wird, und nicht mehr die Beamten des Justizvollzuges“, stellte der Ministeriumssprecher klar.

Im Zuge der Therapie habe es schon seit längerem Lockerungsmaßnahmen wie begleitete Ausgänge gegeben. Dabei waren bisher keine Probleme aufgetaucht, hieß es aus dem Ministerium. Diesmal waren zwei Pfleger bei dem Mann gewesen. An der Suche nach dem Geflohenen waren mehrere Streifenwagen von Bundes- und Landespolizei sowie Fährtenhunde im Einsatz.   Die forensische Klinik war zuletzt Anfang 2015 in die Schlagzeilen geraten, als ein verurteilter Gewalttäter seinen Bewachern bei einem Arztbesuch in der Stadt entkam. Er wurde eineinhalb Wochen später im Obdachlosenmilieu in Berlin gefasst. Danach waren die Sicherheitsvorkehrungen bereits verstärkt worden.

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