Express-Abschiebung : Güstrower Gefährder zurück nach Bosnien

Flugzeug fliegt am Flughafen in Hannover hinter Stacheldraht. Bislang sind 2017 weniger Flüchtlinge mit einer Förderung freiwillig in ihr Heimatland zurückgekehrt, als in Vorjahreszeitraum.
Flugzeug fliegt am Flughafen in Hannover hinter Stacheldraht. Bislang sind 2017 weniger Flüchtlinge mit einer Förderung freiwillig in ihr Heimatland zurückgekehrt, als in Vorjahreszeitraum.

Damit wurde in MV erstmals eine Abschiebung im abgekürzten Verfahren durchgesetzt

svz.de von
17. August 2017, 16:28 Uhr

Das Schweriner Innenministerium hat am Donnerstag zwei bei einem Antiterroreinsatz in Güstrow gefasste Bosnier per Flugzeug abgeschoben. Gegen beide «Gefährder» bestehe der Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Den Brüdern wurde die Wiedereinreise untersagt und dafür eine Einreisesperre im EU-weiten Fahndungssystem verhängt.

Die Männer waren Ende Juli bei einem Großeinsatz zusammen mit einem mutmaßlichen Komplizen in der Region Güstrow festgesetzt worden. Die Drei kamen nach einer Gerichtsentscheidung zwar wieder auf freien Fuß, die Bosnier wurden aber vor wenigen Tagen in Abschiebehaft genommen. Die Ermittlungen beim Generalbundesanwalt in dem seit Anfang Juli 2017 geführten Verfahren dauerten noch an, hieß es.

Im Fall des dritten Mannes, eines Deutschen, werde derzeit keine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit gesehen. Die Gefährdungslage  werde aber kontinuierlich durch Bundes- und Landeskriminalamt beurteilt. Als Gefährder gelten insbesondere Islamisten, denen die Sicherheitsbehörden hierzulande Terroranschläge zutrauen.

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