Burg Stargard: Durchsuchungen gegen politisch motivierte Kriminalität

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26. Februar 2020, 13:50 Uhr

In Burg Stargard kam es seit Sommer letzten Jahres zu einer Straftatenhäufung im Bereich der politisch motivierten Kriminalität. Rechte Propagandadelikte wie das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen durch Sachbeschädigungen (z.B. Graffiti mit Hakenkreuzen) und das Abspielen rechter Musik mit einhergehenden "Sieg-Heil"-Rufen mussten durch die Beamten aufgenommen werden. Einen Schwerpunkt stellten dabei die Sachbeschädigungen an der Regionalen Schule dar.

Die Polizeiinspektion Neubrandenburg entwickelte ein Einsatzkonzept, um unter anderem mit verstärkten Streifen und Präventionsmaßnahmen weitere Straftaten zu verhindern. Die Fachdienststelle, der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg, setzte alles daran, die Sachverhalte aufzuklären.

Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen geriet eine Gruppe von fünf deutschen Jugendlichen in den Fokus der Staatsschützer. Durch die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg konnten beim zuständigen Amtsgericht Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt werden.

Am frühen Mittwochmorgen wurden die Beschlüsse vollstreckt. Über 30 Beamte der Kriminalpolizeiinspektion und des Kriminalkommissariats, sowie der Reviere Friedland und Neubrandenburg durchsuchten zeitgleich sieben Objekte in und um Burg Stargard. Dabei handelte es sich um Wohn- und Aufenthaltsorte der fünf männlichen Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren. Bei den Durchsuchungsmaßnahmen konnte umfangreiches Beweismaterial aufgefunden und sichergestellt werden. Dabei handelt es sich vor allem um Speichermedien wie Smartphones, Laptops und USB-Sticks, aber auch mehrere Spraydosen.

Nach einer ersten Sichtung erhärten die Beweismittel den Tatverdacht gegen die Jugendlichen. Die Speichermedien werden jedoch noch durch eine Fachdienststelle detailliert ausgewertet. Die Jugendlichen wurden im Anschluss der Durchsuchungen aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Ihre Erziehungsberechtigen waren heute Morgen anwesend. Zum größten Teil waren die Elternhäuser erschrocken und sehr bestürzt über das Treiben ihrer Sprösslinge.

Die Ermittlungen gegen die Gruppe dauern an. Insgesamt ermitteln die Staatsschützer in 18 Verfahren gegen die Jugendlichen.

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