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Aus dem Polizeibericht

15. Dezember 2017 | 07:37 Uhr

Gadebusch : Brandanschlag auf „Blitzer-Bunker“

vom

Die Täter waren möglicherweise auf der Gadebuscher Umgehungsstraße geblitzt worden. Sie hinterließen Hakenkreuze und Parolen.

svz.de von
erstellt am 19.Jul.2016 | 08:55 Uhr

Da hat wohl jemand Rot gesehen: Auf der Gadebuscher Umgehungsstraße ist ein Brandanschlag auf  die „Blitzer-Falle“ verübt worden. Die Polizei spricht von mehreren Tätern. Sie hätten in der Nacht zu gestern versucht, ein Messgerät samt Anhänger in Brand zu setzen. Tatort war die Gadebuscher Umgehungsstraße (B104). Das Gerät war dort am vergangenen Montag   positioniert worden und sollte nach Angaben des Landkreises Nordwestmecklenburg bis zum 24. Juli zum Einsatz kommen.  Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt  an dem Messpunkt 50 km/h.

Die Täter hatten sich bei ihrer Aktion offenbar verkalkuliert und scheiterten mit dem Versuch, den „Blitzer“ in Brand zu setzen. Die Feuerwehr kam sicherheitshalber zum Einsatz, weil nicht klar war, ob im Innern des „Blitzer-Bunkers“ ein Brand schwelte.

„Ich hoffe, wir konnten durch unser schnelles Eingreifen wichtige und hochbrisante Daten retten“, sagte Gadebuschs Wehrführer Sebastian Otto. Er und 14 weitere ehrenamtliche Brandschützer waren nach der Attacke gegen den „Blitzer-Bunker“ alarmiert worden. Sie  hatten die Täter offenbar nur knapp verfehlt. Denn als die Feuerwehrleute am Tatort eintrafen, fiel ihnen sofort ein Farbgeruch auf. Die Täter  hinterließen an  dem „Blitzer“ zwei Hakenkreuze und eine Parole, mit  der zur Gewalt gegen Polizisten aufgerufen wird.

Die Ermittler dürften nun darauf hoffen, dass die Täter möglicherweise selbst in die Blitzerfalle getappt sind und die Daten der Anlage nicht beschädigt wurden. „Das wäre die optimale Variante“, so Jessica Lerke von der Polizeiinspektion Wismar.

„Blitzer“ in MV werden immer wieder das Ziel  mutmaßlicher Raser. So wurden im Verlauf des Jahres 2016  bisher drei Fälle von Sachbeschädigung gegen starre oder mobile Messstellen verzeichnet, erklärte Dörte Suhling vom Landkreis Nordwestmecklenburg.   Im Juni 2015 war eine hochmoderne Geschwindigkeitsmessanlage in Warlin bei Neubrandenburg abgefackelt worden. In Brand gesetzt wurde im Mai 2013 eine nagelneuer stationäre Messanlage an der B 106 bei Lübstorf. Noch dreister waren Täter Jahre zuvor an der B 104 in Lützow. Sie hatten dort den Starenkasten gestohlen.

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