Malchin : Arbeiter mit Messer schwer verletzt

Ein Arbeiter, der Gehörschutz trägt, wird plötzlich in Malchin niedergestochen. Die Kollegen bekommen erst nichts mit. Die Notoperation rettet sein Leben. Ein Tatverdächtiger wird ermittelt, kann aber wieder gehen.

svz.de von
13. Februar 2018, 08:31 Uhr

Nach einer Messerattacke auf einen Arbeiter des städtischen Bauhofs in Malchin (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) ermittelt die Polizei gegen einen 34 Jahre alten Tatverdächtigen. Der Malchiner soll den 36-Jährigen am Montag bei dessen Arbeit plötzlich niedergestochen haben und geflüchtet sein, wie eine Polizeisprecherin am Dienstag in Neubrandenburg sagte. Das Opfer wurde schwer am Bauch verletzt, sei aber nach einer Notoperation außer Lebensgefahr. Dem mutmaßlichen Angreifer werde gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Der Verdächtige wurde aber nach einer ersten Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. „Uns ist vieles vom Ablauf her noch unklar“, sagte der Sprecher. Fluchtgefahr bestehe nicht.

Drei Kollegen des Angegriffenen hatten den bereits polizeibekannten mutmaßlichen Täter, der auf einem Fahrrad flüchtete, erkannt. Beamte konnten ihn vier Stunden später im Stadtgebiet Malchins festnehmen.

Die Suche nach dem Messer sei aber ergebnislos geblieben, hieß es von der Polizei.

Der 34-Jährige, der das Opfer kenne, habe kein Geständnis abgelegt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Er habe das Geschehen aber auch nicht aufklären können. Zu einem möglichen Motiv habe der Malchiner gar keine Angaben gemacht. Das Opfer konnte wegen der Verletzungen noch nicht befragt werden.

Der Bauhof-Mitarbeiter und seine Kollegen hatten bei der Arbeit mit lauten Maschinen Gehörschutz getragen. So wurde der Täter vor dem Angriff nicht bemerkt und das Opfer konnte erst nach größerem Gestikulieren auf sich aufmerksam machen.

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