Röbel: Widerstand gegen Polizeibeamte

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10. Juli 2020, 13:00 Uhr

Am 09.07.2020 gegen 23:00 Uhr ist es am Stadtgarten in Röbel im Rahmen eines Polizeieinsatzes zu einem Widerstand gegen Polizeibeamte gekommen.

Dem Einsatz voraus gegangen war die Meldung einer 18-jährigen Hinweisgeberin (deutsche Staatsbürgerin) in der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg, wonach sie und ihre Freundin (15-Jährige deutsche Staatsbürgerin) von einem Mann verfolgt werden.

Die Röbeler Beamten haben daraufhin die Örtlichkeit überprüft und einen Mann, auf den die Personenbeschreibung zutraf festgestellt und überprüft. Hierbei handelte es sich um einen alkoholisierten 31-jährigen deutschen Mann, der sich angeblich nach dem nächsten Bus erkundigen wollte, um seinen Heimweg in eine 50km entfernte Rehabilitationseinrichtung fortzusetzen. Strafbare Handlungen gegenüber der Hinweisgeberin konnten nicht festgestellt werden.

Um dem Mann zu helfen und einen Transport in die Rehaklinik zu organisieren, wollte dieser die Beamten in das Polizeirevier Röbel begleiten. Zum Zweck der Eigensicherung sollte der Mann jedoch vor dem Transport im Funkstreifenwagen durchsucht werden, was ihm auch angekündigt wurde. Noch vor der Durchsuchung äußerte der Mann, dass er Marihuana bei sich hat und die Beamten dieses nicht kriegen. Daraufhin nahm er sein Portemonnaie aus der Kleidung, zog daraus ein Plastiktütchen mit Betäubungsmitteln heraus und steckte sich den Inhalt des Tütchens schnell in den Mund. Die Beamten haben die Handlung sofort unterbunden, dennoch ist es dem Beschuldigten gelungen einen Teil des Betäubungsmittels zu schlucken. Da der Beschuldigte versuchte sich loszureißen und zu fliehen, mussten ihn die Beamten zu Boden bringen. Am Boden liegend schlug der Beschuldigte um sich, weshalb ihm zusätzlich die Handfesseln angelegt wurden. Verletzt wurde bei der Handlung niemand.

Im Anschluss wurde er in Gewahrsam genommen und dem Polizeirevier in Röbel zugeführt. Das Plastiktütchen und die übrig gebliebenen Betäubungsmittel wurden sichergestellt. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,2 Promille. Da der Beschuldigte im Verlauf des Gewahrsams über Übelkeit klagte und er sich mehrfach übergeben musste, wurde ein Rettungswagen alarmiert. Der Beschuldigte wurde anschließend ins Klinikum nach Waren verbracht.

Die Beamten haben ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln gegen den 31-Jährigen eingeleitet.

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