Anklam/Eggesin: Polizei warnt vor dubioser Reinigungsfirma

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15. Juni 2021, 09:27 Uhr

Ein 67-jähriger deutscher Mann aus Eggesin informierte vor Kurzem die Polizei, da in der Region eine angebliche Reinigungsfirma ihr Unwesen treibt. Am Freitagvormittag (11.06.2021) wurde der Eggesiner von einem Mitarbeiter der angeblichen Firma aus dem Raum Köln auf seinem Grundstück angesprochen. Der vermeintliche Mitarbeiter arbeite für seinen erkrankten Vater und bot die Reinigung und Versiegelung der gepflasterten Fläche seines Hofes inklusive 7 Jahren Garantie an. Für die 150 m² verlangte der Mitarbeiter einen Preis von 7.000 Euro. Wenn der 67-Jährige sofort zugesagt hätte, dann hätte er nur 3.700 Euro bezahlen müssen. Angeblich war noch Restmaterial vorhanden, weshalb er großzügige Rabatte gewähren könne. Im Laufe des Gespräches baute der Mitarbeiter immer mehr Druck auf, um den 67-Jährigen doch noch von einem Geschäft zu überzeugen. Der Eggesiner, der sich in der Branche auskennt und die völlig überteuerten Preise sofort bemerkte, winkte ab und der angebliche Reinigungsfachmann musste ohne Geschäft davonziehen. Recherchen zufolge ist die genannte Firma nicht gelistet und existiere gar nicht.

Folgende weitere Informationen zum Täter sind bislang bekannt:

   - südländisches Aussehen

   - spricht deutsch

   - mit einem roten Transporter unterwegs, ggf. auch mit einem

     weißen Transporter und Kölner Kennzeichen (K-...)

Die Polizei warnt die Bevölkerung nun vor dieser dubiosen Reinigungsfirma sowie den völlig überteuerten Angeboten und bittet um die Beachtung folgender Hinweise:

   - Für die Reinigung einer gepflasterten Fläche sollte laut

     Fachmann ca. 10 Euro / m² veranschlagt werden.

   - Seien Sie misstrauisch bei Geschäften an der Haustür.

   - Lassen Sie sich ein schriftlichen Angebot mit detaillierten

     Angaben zur Firma, Verkäufer, Dienstleistung, Materialien und

     Preis machen und geben Sie sich min. einen Tag Bedenkzeit.

   - Lassen Sie sich durch angebliche Rabatte nicht unter Druck

     setzen.

   - Lassen Sie sich Infomaterial (Flyer, Broschüren etc.) und eine

     Visitenkarte mit wichtigen Kontaktdaten wie Firmenname, Adresse

     und Festnetznummer geben.

   - Holen Sie sich Angebote anderer Anbieter ein und vergleichen Sie

     diese. Werden Sie bei deutlichen Preisunterschieden misstrauisch

     und erkundigen Sie sich bei einem Fachmann aus der Region.

   - Notieren Sie sich das Fabrikat, Modell, Farbe und Kennzeichen

     des Firmenfahrzeugs sowie eine Beschreibung der Person.

   - Melden Sie den Vorfall der Polizei.

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