Klinikum Karlsburg : 78-Jähriger greift vier Patienten und Schwester an

Vollkommen ahnungslos liegen am frühen Morgen die Patienten im Klinikum in ihren Betten, eine Schwester ist auf der Station tätig. Plötzlich stürmt ein älterer Mann herein und schlägt mit einem Metallgerät auf sie ein.

svz.de von
29. November 2015, 15:34 Uhr

Im Klinikum Karlsburg hat am frühen Sonntagmorgen ein 78-Jähriger eine Krankenschwester und vier Patienten angegriffen und teilweise schwer verletzt. Er habe plötzlich und völlig unerwartet mit einem Infusionsständer auf die 26 Jahre alte Schwester eingeschlagen, teilte das Polizeipräsidium Neubrandenburg mit. Die 26-Jährige flüchtete in ein Patientenzimmer.

Der Angreifer sei ihr gefolgt und habe auch drei dort liegende Patientinnen im Alter von 70, 72 und 76 Jahren angegriffen. Dann sei der Täter in ein weiteres Zimmer der Kardiologie gegangen und habe auf einen 56 Jahre alten Patienten eingeschlagen, auch die hinzukommende, bereits verletzte Schwester habe der 78-Jährige erneut attackiert.

Durch laute Hilfeschreie alarmierte Pflegekräfte konnten den Mann schließlich überwältigen. Die Verletzten, die auch Schläge gegen den Kopf erlitten hatten, mussten anschließend alle ärztlich versorgt werden. Zwei Patienten seien aufgrund von Knochenbrüchen zur unfallchirurgischen Behandlung ins Uniklinikum Greifswald verlegt worden, teilte eine Sprecherin des Klinikums Karlsburg mit.

Der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Prof. Wolfgang Motz, erklärte: „Ich bedaure außerordentlich, dass es zu diesem gewalttätigen Zwischenfall gekommen ist.“ Das Klinikum lasse den betroffenen Patienten und Angehörigen alle erdenkliche Unterstützung zukommen.

Der 78-Jährige habe sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden, sagte ein Polizeisprecher. Er sei vor der Tat nicht auffällig gewesen. Die Kriminalpolizei ermittelt. Das Klinikum zwischen Greifswald und Anklam ist ein Zentrum für Herz- und Diabeteskranke.

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