Landtag : Zwei Millionen für «Sonderprogramm Studentisches Wohnen»

Euro Münzen liegen auf Euro-Banknoten. /dpa/Archivbild
Euro Münzen liegen auf Euro-Banknoten. /dpa/Archivbild

Das Land will Finanzhilfen des Bundes für den Wohnungsbau gezielt nach Rostock und Greifswald lenken, um dort die Wohnraumsituation für Studenten zu verbessern. «Wir werden in den Jahren 2020 und 2021 jeweils eine Million Euro über ein "Sonderprogramm Studentisches Wohnen" an die Studierendenwerke weiterleiten. Damit wird in den Universitätsstädten Rostock und Greifswald eine dringend nötige Entspannung am Wohnungsmarkt bewirkt», erklärte der SPD-Abgeordnete Rainer Albrecht am Mittwoch in Schwerin. Nach Angaben der SPD-Fraktion wird zudem nach Wegen gesucht, die Studierendenwerke langfristig besser zu unterstützen.

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20. November 2019, 17:21 Uhr

Wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, mussten die Studierendenwerke in diesem Jahr landesweit Anträge von 3300 Studenten auf einen Wohnheimplatz ablehnen, weil keine mehr zur Verfügung standen. In Greifswald fanden nur 8 Prozent der Studenten einen vergleichsweise preiswerten Platz im Wohnheim, in Rostock knapp 11 Prozent. Deutlich besser sieht es an den Hochschulstandorten Wismar (18 Prozent) und Neubrandenburg (20 Prozent) aus.

Die Zahl der Studenten im Land beträgt knapp 32 000. Insgesamt gibt es im Nordosten rund 3600 Plätze in Studentenwohnheimen. Die Miete liegt nach Angaben der Studierendenwerke zwischen 200 und 250 Euro je Zimmer und umfasst alle Kosten wie Möblierung, Strom und Internet. Auf dem freien Markt sind die Wohnkosten deutlich höher. Als Reaktion auf den Mangel an Wohnheimplätzen für Studenten hatte die oppositionelle Linksfraktion die Landesregierung zum Handeln gemahnt.

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