Energie : Windkraft-Cluster soll mehr Wertschöpfung nach MV holen

Die Windkraftbranche soll mehr Gewinne und Industrie-Arbeitsplätze nach Mecklenburg-Vorpommern bringen. Dazu wird ein Windkraft-Cluster aufgebaut, wie Energieminister Christian Pegel (SPD) und der Energiepolitiker der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Schulte, am Mittwoch in Schwerin sagten. Dafür sollen in den nächsten vier Jahren 2,2 Millionen Euro bereitstehen. Experten sollen die Potenziale von Unternehmen im Land herausfinden und die Firmen vernetzen, um sie als Zulieferer für große Hersteller zu etablieren.

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12. Juni 2019, 11:47 Uhr

Vorbild ist den Angaben zufolge das Automotive-Cluster in Sachsen. Dort sei es gelungen, einheimische kleine und mittelständische Firmen zu Automobil-Zulieferern zu machen. «Das aufs Land zu übertragen, ist unsere Idee», sagte Pegel. Vor allem die für die Zukunft erwartete Umwandlung von grünem Strom zum Beispiel in Wasserstoff, um ihn zu speichern und für die Mobilität zu verwenden, eröffne große Möglichkeiten. «Wind in den Tank», nannte dies Andree Iffländer vom Wind Energy Network in MV, das an dem Cluster-Projekt beteiligt ist. Dies könne auch für Firmen interessant sein, die zunächst nichts mit Windkraft zu tun hätten.

Nach Schultes Worten bietet die Windkraftbranche in Mecklenburg-Vorpommern bislang rund 15 000 Arbeitsplätze. Dies sei ausbaubar, zeigte er sich überzeugt. Industriearbeitsplätze rund um die Windkraft sollten ein zukunftsfähiges Standbein der MV-Wirtschaft werden, sagte er. Das Cluster solle eine Plattform bieten, um die zumeist kleinen Unternehmen zusammenzuführen.

In einem ersten Schritt sollen Experten der Unternehmensberatung PWC Firmen im Land ausfindig machen, die als Zulieferer für die Windkraftindustrie tätig sind oder das Potenzial dazu haben. Nach Worten von PWC-Manager Heiko Stohlmeyer ist nach der Bestandsaufnahme mit ersten konkreten Maßnahmen im ersten Halbjahr 2020 zu rechnen.

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