Schulen : Wieder mehr Schulunfälle in Mecklenburg-Vorpommern

Schüler sind nahe einer Grundschule unterwegs. /dpa
Schüler sind nahe einer Grundschule unterwegs. /dpa

Die Zahl der Unfälle in Schulen und auf dem Schulweg in Mecklenburg-Vorpommern ist wieder leicht gestiegen. Mit 18 601 Fällen wurde fast das Niveau des Schuljahres 2016/17 erreicht, in dem mehr als 19 000 gemeldet worden waren, wie aus Antworten der Landesregierung auf Kleine Anfragen der Linken hervorgeht. Mecklenburg-Vorpommern hat gegenwärtig rund 150 000 Schüler. Im Schuljahr 2017/18 hatte es einen Rückgang auf 17 852 Unfälle gegeben,

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02. Dezember 2019, 17:14 Uhr

Häufige Unfallursachen auf dem Weg und in der Schule sind laut Ministerium «missglückte Bewegungsvorgänge» - etwa Stürzen, Stolpern, Hinfallen oder Umknicken. Bei den Schulunfällen kämen vergleichsweise häufig auch «mechanische Einwirkungen» wie sich Stechen, sich Schneiden oder sich Einklemmen vor.

Auch die Zahl der Verletzungen durch Gewalteinwirkung hat in der Schule zuletzt wieder zugenommen: Im vergangenen Schuljahr registrierte das Bildungsministerium 859 Fälle. Im Schuljahr 2017/18 waren es 793 gewesen, im Schuljahr davor 865. Nach Angaben des Bildungsministeriums zählen dazu allerdings nicht nur Schulhofprügeleien, sondern etwa auch, sich an Gegenständen zu stoßen, von Gegenständen getroffen zu werden oder mit anderen Personen zusammenzustoßen.

Die Unfallzahlen sind nach Einschätzung der Fraktionsvorsitzenden der Linken im Landtag, Simone Oldenburg, zu hoch. «Doch offenbar werden die Fakten seit Jahren nur schulterzuckend zur Kenntnis genommen», sagte sie am Montag. Oldenburg forderte mehr Überprüfungen der Schulen, um Unfallschwerpunkte herauszufinden. Dies finde jedoch aus Personalmangel nur sporadisch statt. Die Schulen würden mit den Problemen allein gelassen.

Eine Sprecherin des Bildungsministeriums führte die höheren Zahlen bei Fällen von Gewalteinwirkung auf ein stärkeres Meldeverhalten der Lehrer zurück. Sie würden bei Fortbildungen darauf hingewiesen, sagte sie. Bei Gewalt-Zwischenfällen stünden Schulämter und Schulpsychologen auf Anforderung jederzeit bereit. «Wir lassen die Schulen nicht allein», sagte Ministeriumssprecherin Michaela May.

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