Ernährung : Warnstreik bei Kartoffelverarbeiter in Stavenhagen

Die Teilnehmenden eines Warnstreiks beim Kartoffelverarbeiter Pfanni stehen vor dem Betriebsgelände.
Die Teilnehmenden eines Warnstreiks beim Kartoffelverarbeiter Pfanni stehen vor dem Betriebsgelände.

Unter dem Motto «Für bessere Tarife, wir haben es verdient» sind in Stavenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Beschäftigte des Kartoffelverarbeiters Pfanni in einen Warnstreik getreten. Mehr als 40 Teilnehmer versammelten sich nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Dienstag in gelben Westen vor dem Werksgelände an der Bundesstraße 194. Sie verlangten ein besseres Angebot der Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde der obst- und gemüseverarbeitenden Industrie Mecklenburg-Vorpommerns, die rund 1900 Beschäftigte betrifft. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 14. März in Spornitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) sollen an vier weiteren Firmenstandorten Warnstreiks stattfinden.

svz.de von
05. März 2019, 14:06 Uhr

Nach NGG-Angaben verdienen in der Branche Arbeitnehmer im Nordosten im Schnitt rund 200 Euro im Monat weniger als Beschäftigte gleicher Qualifikation und Tätigkeit in westlichen Bundesländern. Die NGG fordert 7,9 Prozent mehr Lohn. Dagegen hatten laut NGG die Arbeitgeber zuletzt nur 3,1 Prozent mehr Lohn und Gehalt für 14 Monate angeboten. Dies würde die Einkommensschere zwischen West und Ost weiter vergrößern, bemängelte die Gewerkschaft. Pfanni gehört zum Unilever-Konzern. Inwieweit die Produktion bei Pfanni beeinträchtigt war, wollte niemand aus dem Konzern sagen.

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