Denkmäler : Vorschlag zu schwebender Karl-Marx-Statue passiert Auschuss

Der Vorschlag, eine Karl-Marx-Statue (1818-1883) in Neubrandenburg waagerecht schwebend zu installieren, hat eine weitere Hürde genommen. Die Vorlage passierte am Donnerstag überraschend ohne Diskussion den Hauptausschuss der Stadtvertretung. Nun erwarten Beobachter eine Diskussion auf der Stadtvertretersitzung am 22. März. Bisher war keine Mehrheit unter Befürwortern und Gegnern der Variante «Marx horizontal» zu erkennen.

svz.de von
08. März 2018, 16:54 Uhr

Das mehr als eine Tonne schwere Denkmal des Philosophen stand von 1969 bis 1995 aufrecht auf dem Markt, der in der DDR auch Karl-Marx-Platz hieß. Dann musste die Statue wenige Meter weiter vor die Bibliothek umziehen. Seit 2001 wird sie in einem Depot aufbewahrt. Der Umgang mit der Statue hatte mehrfach für Schlagzeilen gesorgt, weil die Linke das Denkmal aufrecht im Zentrum wieder aufgestellt sehen wollte, die Mehrheit der Stadtvertreter das aber ablehnte.

Die neue Variante, das Denkmal waagerecht zu zeigen, hat auch überregional für Aufmerksamkeit gesorgt. Stadtpräsidentin Irina Parlow (Linke) nannte die neuen Pläne aber «respektlos.»

Man wolle auf diese Weise nicht die Bedeutung des Philosophen würdigen, sondern sich mit der eigenen Geschichte auseinandersetzen, hatte Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) dazu erklärt. Am 5. Mai 2018 ist der 200. Geburtstag von Marx.

zur Startseite

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen