Unfälle : Vollsperrung und Schaulustige: Verletzte bei Unfall

Ein Warndreieck mit dem Schriftzug «Unfall» auf einer Straße. /Archiv
Ein Warndreieck mit dem Schriftzug «Unfall» auf einer Straße. /Archiv

Sechs Verletzte, eine mit Dünger bedeckte Fahrbahn und von Schaulustigen behinderte Rettungsarbeiten sind die Bilanz eines Unfalls auf der A20. Erst am Morgen konnte die Autobahn wieder ganz freigegeben werden.

svz.de von
07. Dezember 2017, 14:33 Uhr

Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 20 bei Greifswald sind am Mittwochabend in Mecklenburg-Vorpommern sechs Menschen verletzt worden - zwei von ihnen schwer.

Während der Nacht war die Autobahn auf Höhe der Anschlussstelle Greifswald in beide Richtungen gesperrt, Umleitungen wurden eingerichtet. Die Aufräumarbeiten dauerten bis Donnerstagmorgen. Erst dann wurde die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben, bei zunächst gedrosselter Geschwindigkeit, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Arbeiten an der Unfallstelle seien von Schaulustigen gestört worden, berichtete die Polizei.

Nur unter Androhung von Platzverweisen und Bußgeldern habe man einige Schaulustige daran hindern können, sich dem Unglücksort zu nähern. Es seien sogar Leute dabei gewesen, die mehrmals versuchten, an den Absperrungen vorbeizukommen, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Schaulustigen hätten in den Staus ihre Autos verlassen und dann versucht, zu Fuß zu der langgezogenen Unfallstelle zu gelangen, sagte die Sprecherin. Sie hätten sich dabei teilweise auch nicht durch die als Sperren abgestellten Polizeiautos stören lassen.

Bei dem Unfall mit mehreren Beteiligten war ein Reifen eines mit mehreren Tonnen Dünger beladenen Lastwagens geplatzt. Dieser geriet dadurch auf die Mittelleitplanke und in den Gegenverkehr. Der 57 Jahre alte Fahrer wurde eingeklemmt und schwer verletzt. Der Dünger verteilte sich teilweise auf der Fahrbahn.

Ein weiterer Lastwagen und sechs Autos fuhren auf den verunglückten Lastwagen auf. Dabei zog sich auch ein 46 Jahre alter Autofahrer schwere Verletzungen zu. Vier Menschen wurden leichter verletzt.

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