Gesundheit : Viele Kinderfragen zum Ende der Krise in Schweriner Kita

Die vierjährige Anni rennt zur Eingangstür ihres Gruppenraums in der Kindertagesstätte. /dpa-Zentralbild/dpa
Die vierjährige Anni rennt zur Eingangstür ihres Gruppenraums in der Kindertagesstätte. /dpa-Zentralbild/dpa

Der Alltag von Kindern und Eltern werden in der Corona-Krise seit Wochen vor Herausforderungen gestellt. Simple klingende Fragen sind Teil des Arbeitsalltages einer Schweriner Kita.

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20. Mai 2020, 15:44 Uhr

In Zeiten der Corona-Krise ist bei den Kindern einer Schweriner Kita die Sehnsucht groß nach einer Rückkehr zur Normalität. Die häufigsten Fragen sind: «Wann ist Corona endlich vorbei, wann kommen meine Freunde endlich wieder?», sagte die Erzieherin Doreen Fürchow der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Schwerin. Die persönliche Begrüßung falle derzeit weg. Aber auch zuwinken sei eine schöne Geste. Eine Gruppe der Kita bestehe derzeit aus 8 Kindern, vor Beginn der Corona-Pandemie waren es demnach 18 Kinder.

Seit Montag können landesweit rund 13 600 Vorschulkinder wieder in Kitas betreut werden. Vom 25. Mai an stehen die Krippen und Kindergärten dann wieder allen offen, hatte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) angekündigt. Dabei sollen Kinder mit einem Ganztagsplatz mindestens sechs Stunden täglich betreut werden.

Nach Ansicht der Kita-Leiterin Corinna Wenk sind Kinder weniger selbstständig in Zeiten der Corona-Krise. «Normalerweise sind die Kinder ja viel selbstständiger. Jeder hat sich immer alles selber geholt. Wir wollen sie ja zu selbstständigen Persönlichkeiten erziehen. Das ist jetzt natürlich so ein bisschen ein Rückschritt.» Der Erzieher übernehme wieder mehr Aufgaben, weil die Kinder beispielsweise nicht alles anfassen sollen.

Gruppen könnten nicht vermischt werden, dies sei vor Corona vor allem in den Randzeiten wie früh morgens der Fall gewesen, sagte Wenk weiter. Dies stelle die Kapazitäten der Erzieher vor eine Herausforderung. «Wenn eine Erzieherin ausfällt, kann es sein, dass ich eine Gruppe nicht mehr betreuen kann.»

Die Auflagen könnten in der Kita ganz gut umgesetzt werden. Bei anderen Kitas seien die Probleme größer, vor allem durch die Aufteilung der Räume. Kinder seien in festen Gruppen eingeteilt mit einer festen Bezugsperson. Da jeder Gruppenraum der Kita eine Terrassentür habe, sei das Abholen kein Problem.

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