Landtag : Verkauf der HSH Nordbank die wirtschaftlichste Möglichkeit

Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin. /Archiv
Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin. /Archiv

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat den Verkauf der HSH Nordbank als günstigste Option unterstützt. «Der Verkauf ist für Schleswig-Holstein die wirtschaftlichste Möglichkeit», sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im Landtag vor der Parlamentsentscheidung. Allerdings falle die Abschlussrechnung für das Land sehr teuer aus. Nach dem wahrscheinlichsten Szenario beim Verkauf werde Schleswig-Holstein mit etwa 5,4 Milliarden Euro belastet. Im Falle einer sofortigen Abwicklung als einziger Alternative könnten bis zu 7,5 Milliarden Euro auf das Land zukommen, sagte Günther.

svz.de von
26. April 2018, 11:35 Uhr

Hoffnung signalisierte er für den Standort Kiel. «Die ersten Signale der Bank sind nach einem Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden Stefan Ermisch durchaus positiv.» Es scheine möglich, 200 bis 600 Arbeitsplätze in Kiel zu erhalten. Derzeit sind es fast 800.

Es schmerze ihn und die Regierung, dass das Engagement des Landes sehr teuer für die Steuerzahler geworden ist», sagte Günther. Die EU hatte den Verkauf der Bank gefordert, nachdem die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg als Haupteigentümer das angeschlagene Institut zweimal vor der Pleite retten mussten.

Nach der Entscheidung des Kieler Landtags wird eine Zustimmung der Hamburger Bürgerschaft noch vor der Sommerpause erwartet. Danach müssen auch die Bankenaufsicht und die EU den Verkauf noch billigen, der noch im Laufe des Jahres abgeschlossen werden soll.

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