Sucht : Suchtstelle warnt vor Sportwetten

Eine Frau bedient in einer Spielhalle einen Automaten. /Archiv
Eine Frau bedient in einer Spielhalle einen Automaten. /Archiv

Die Landesfachstelle Glücksspielsucht hat vor der Suchtgefahr von Sportwetten gewarnt. «Beratungszahlen in Mecklenburg-Vorpommern weisen darauf hin, dass der Anteil an Ratsuchenden in den Suchtberatungsstellen mit einem Sportwettenproblem steigen wird», sagte Birgit Grämke von der Fachstelle am Donnerstag in Schwerin. Bisher seien 1,25 Prozent der Glücksspielabhängigen in den Beratungsstellen Spieler im Sportwettbüro, online stünden sie mit 6,25 Prozent an erster Stelle. Die Tendenz sei steigend.

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19. September 2019, 17:03 Uhr

Grämke forderte das Land auf, einen Teil der Steuereinnahmen aus Sportwetten für die Suchtprävention zur Verfügung zu stellen. Sportwetten gehörten neben dem Automatenspiel zu den Glücksspielen mit dem höchsten Suchtpotenzial. Viele Betroffene befänden sich in dem Irrtum, dass Sportwetten kein Glücksspiel seien, sondern eine Möglichkeit, mit sportlichem Fachwissen spielerisch Geld zu verdienen.

Grundsätzlich gelten der Fachstelle zufolge Jugendliche und junge Erwachsene, vielfach mit Migrationshintergrund, und aktive Sportler als besonders gefährdet. «Speziell bei Sportwetten sind in den vergangenen Jahren die Zahlen der regelmäßig spielenden Jugendlichen gestiegen», sagte Grämke.

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