Kommunen : Steuerzuwachs bei MV-Kommunen: Im Bundesvergleich gering

Gestapelte Geldmünzen liegen auf Geldscheinen. /Archivbild
Gestapelte Geldmünzen liegen auf Geldscheinen. /Archivbild

Von den Lohnsteigerungen und dem anhaltend guten Konsumklima haben im Vorjahr auch die Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern profitiert. Wie aus am Mittwoch veröffentlichten Daten des Statistischen Amtes in Schwerin hervorgeht, erreichte der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer knapp 100 Millionen Euro. Das war ein Plus zum Jahr 2017 von etwa 20 Prozent. An der Einkommensteuer, die ebenfalls nach einem festen Schlüssel zwischen Bund, Ländern und Kommunen aufgeteilt wird, war der Nordosten im Jahr 2018 mit 448 Millionen Euro beteiligt, ein Zuwachs von 5,6 Prozent.

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14. August 2019, 12:22 Uhr

Doch auch die Einnahmen aus den originären Kommunalsteuern wuchsen im Vorjahr. Nach Angaben des Statistikamts flossen 536 Millionen Euro an Gewerbesteuern an die Kommunen. Das war ein Plus zum Vorjahr von 5,1 Prozent. Vor zehn Jahren waren die Gewerbesteuereinnahmen der Nordost-Kommunen mit 261 Millionen Euro nicht einmal halb so hoch. Weit geringer fiel der Zuwachs bei der Grundsteuer aus, die den Kommunen 2018 Einnahmen von knapp 197 Millionen Euro bescherte. 2009 waren es 153 Millionen Euro.

Insgesamt nahmen Mecklenburg-Vorpommerns Städte und Gemeinden im Jahr 2018 rund 1,3 Milliarden Euro an Steuern ein. Das waren 6 Prozent mehr als 2017 und fast doppelt so viel wie vor zehn Jahren. Trotz der Steigerung gelten die Kommunen im Nordosten im Bundesvergleich weiterhin als steuerschwach. Nach jüngsten Erhebungen der Bertelsmann Stiftung erreichten die Steuereinnahmen je Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern mit 811 Euro nur die Hälfte des Aufkommens hessischer Kommunen. Selbst Rostock als wirtschaftsstärkste Stadt kam im bundesweiten Vergleich nur auf Platz 295 von den 397 untersuchten Landkreisen und kreisfreien Städten.

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