Landtag : SPD-Fraktionschefs: Thema Mobilität auf dem Land

Das Logo der SPD an einem Revers. /dpa/Archivbild
Das Logo der SPD an einem Revers. /dpa/Archivbild

Die Fraktionsvorsitzenden der SPD im Bundestag und in den Länderparlamenten sind am Montag in Schwerin zu einem zweitägigen Treffen zusammengekommen. Neben aktuellen politischen Themen wollen sie auch über Mobilitätskonzepte für Städte und den ländlichen Raum diskutieren. Am Dienstag wird Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bei dem Treffen erwartet. Dann soll es um den Abbau kommunaler Altschulden gehen. Außerdem sollen Maßnahmen zur Stärkung der Demokratie besprochen werden. Dazu ist eine Erklärung vorgesehen.

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18. November 2019, 14:21 Uhr

Öffentliche Mobilität im ländlichen Raum ist eine Herausforderung der kommenden Jahre. Die Pläne zur Verteuerung von Treibstoff, um den Ausstoß von Kohlendioxid in Deutschland zu verringern, könnten für Schwierigkeiten sorgen, weil der Nahverkehr vielerorts ausgedünnt ist, was Alternativen schmälert.

Um das Netz dichter zu knüpfen, hat Mecklenburg-Vorpommern zwei Rufbussysteme in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Ludwigslust-Parchim aufgebaut. Das Ende 2016 in Ludwigslust-Parchim gestartete System funktioniert nach Aussage des Geschäftsführers der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim, Stefan Lösel, besser als erwartet. Derzeit nutzten 65 000 Fahrgäste im Jahr die Kleinbusse, die bei Bedarf nach einem festgelegten Fahrplan im ganzen Landkreis fahren. Fahrten müssen spätestens zwei Stunden vorher bestellt werden und sind zeitlich mit dem Zugverkehr an wichtigen Bahnhöfen verknüpft, wie Lösel der Deutschen Presse-Agentur sagte. Er hält eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen in den nächsten Jahren für möglich.

Das Rufbussystem sei ein Meilenstein für den ländlichen Raum, so Lösel. Es garantiere rund um die Uhr Verbindung zu den regionalen Zentren, auf vielgenutzten Linien sogar im Stundentakt. In den Rufbusverkehr sind Taxibetriebe eingebunden, um die Kosten nicht ausufern zu lassen. Den Landkreis kostet das Angebot nach Lösels Worten 200 000 Euro im Jahr.

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