Kriminalität : Schleuserring aufgeflogen: Mit gefälschten Papieren versorgt

Das Wappen des Zolls. /Archiv
Das Wappen des Zolls. /Archiv

Bundespolizei und Zoll haben in Stralsund einen über Mecklenburg-Vorpommern hinaus tätigen Schleuserring auffliegen lassen. Als Tatverdächtige gelten zwei Italiener, die über Monate hinweg Albaner eingeschleust und mit gefälschten Papieren als Italiener ausgegeben haben sollen, wie eine Sprecherin der Bundespolizei in Stralsund am Dienstag sagte. Hintergrund sei, dass Albaner als Nicht-EU-Bürger sonst nicht so einfach in Deutschland arbeiten dürften. Die Eingeschleusten seien meist in der Gastronomie tätig. Es würden bandenmäßige Strukturen in Deutschland vermutet.

svz.de von
13. März 2018, 15:57 Uhr

Nach monatelangen Untersuchungen seien vier Wohnungen in Stralsund am Montag durchsucht und Beweismittel sichergestellt worden. Dazu gehörten ein Computer, Bargeld in fünfstelliger Höhe und ein falscher Führerschein. Waffen und Drogen wurden nicht gefunden. Die Auswertung der Beweismittel dauere an.

Den Ermittlungen zufolge hatten sich die 52 und 65 Jahre alten Verdächtigen Behörden-Dokumente aus Italien besorgt, die vernichtet werden sollten, aber 2010 entwendet worden waren. Der 65-Jährige sei in Stralsund angetroffen, aber nicht festgenommen worden. Der 52-Jährige habe sich abgesetzt. Albaner wurden nicht angetroffen. Gegen die Beteiligten werde wegen banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern und Urkundenfälschung ermittelt. 

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