Ausstellungen : Schau widmet sich Rostocker Uni-Geschichte

In der neuen Ausstellung 'Menschen - Wissen - Lebenswege' wird eine Mumienmaske aus Abusir El-Meleq (Ägypten) gezeigt.
In der neuen Ausstellung "Menschen - Wissen - Lebenswege" wird eine Mumienmaske aus Abusir El-Meleq (Ägypten) gezeigt.

Die 600-jährige Geschichte der Universität Rostock ist von Donnerstag an das Thema einer neuen Ausstellung des Kulturhistorischen Museums. In der Schau «Menschen - Wissen - Lebenswege» werden 300 Objekte aus den sechs Jahrhunderten der Hochschule gezeigt, sagte Museumsleiter Steffen Stuth vor der Eröffnung am Mittwoch. Im Mittelpunkt stehen 120 Biografien von Studierenden, Professoren und weiteren Personen, die die 1419 gegründete Uni geprägt haben, sagte er. «Es war uns wichtig das so zu machen und zu zeigen, Stadt- und Uni-Geschichte sind spannend.»

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19. Juni 2019, 12:00 Uhr

Rund 230 000 Menschen sind im Laufe der Jahrhunderte an der Uni ausgebildet worden, sagte Stuth. Besucher der Ausstellung könnten etwa mehr über die Studentensprache in früheren Zeiten erfahren. Unter den vorgestellten Biografien seien viele, die weniger bekannt sind. Etwa die von Magnus Pegel, einem Gelehrten aus dem 16. Jahrhundert, der ähnlich wie Leonardo Da Vinci und vermutlich als erster außerhalb Italiens, Konzepte für Bluttransfusionen, das Flugzeug, Luftschiffe oder das U-Boot vorgelegt habe.

Oder die des Quantenphysikers Otto Stern, der die Vorarbeiten für seine Forschungen, für die er später den Nobelpreis erhielt, in den 1920er Jahren in Rostock geleistet habe. Auch die Geschichte eines jüdischen Medizinstudenten, der unter den Nationalsozialisten in Rostock nicht promovieren durfte, wird erzählt. Er emigrierte in die USA und wurde ein erfolgreicher Arzt in New York, sagte Stuth. Das Material hätten seine Nachfahren zur Verfügung gestellt.

Er halte auch die optische Darstellung der Schau für gelungen, sagte Stuth. «Es sind jedenfalls nicht 300 alte Bücher von Männern in Vitrinen und Licht drauf», sagte er. Für Kinder gebe es extra Texte und Führer, so dass auch sie auf ihre Kosten kämen. Die Ausstellung wird bis zum 30. November gezeigt.

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