Notfälle : Rostock: Entschärfung der Weltkriegsbombe abgeschlossen

Auf einem Verkehrsschild wird auf eine Bombenräumung hingewiesen. /Archiv
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Auf einem Verkehrsschild wird auf eine Bombenräumung hingewiesen. /Archiv

10 000 Rostocker konnten am Vormittag aufatmen. Sie durften wieder in ihre Wohnungen, Büros und Geschäfte zurück - die Bombenentschärfung mitten in der Stadt hatte reibungslos geklappt. Die Polizei feierte einen «Held des Tages».

svz.de von
27. März 2019, 13:06 Uhr

Die am Montag entdeckte 250-Kilogramm-Weltkriegsbombe mitten in Rostock ist am Mittwoch entschärft worden. «Geschafft!!! Die Bombenentschärfung in Rostock ist abgeschlossen», twitterte die Polizei. Zuvor war die Innenstadt komplett evakuiert worden. Davon waren Schätzungen zufolge rund 10 000 Menschen betroffen. Sie konnten gleich nach der Entschärfung wieder zurück in ihre Wohnungen und Büros.

Sprengmeister Fred Tribanek vom Munitionsbergungsdienst MV benötigte für die Entschärfung eine knappe halbe Stunde. Die Polizei feierte ihn auf Twitter als «Held des Tages». Die Bombe war am Montagvormittag bei der routinemäßigen Kontrolle eines Baufeldes gefunden worden.

Tribanek zeigte sich anschließend wie auch schon am Vortag völlig entspannt. Die Entfernung der zwei Zünder lief bis auf eine Kleinigkeit problemlos ab. «Ich musste einmal fluchen, als ein Bohrer abgebrochen ist», sagte er. Doch das Problem sei schnell gelöst gewesen. Der Bombentyp selbst ist dem Experten wohlbekannt. Sie war die gängigste Bombe zu Ende des Zweiten Weltkriegs.

Im Umkreis von 1000 Metern um den Fundort im Rosengarten war am Mittwochmorgen ein Sperrbezirk eingerichtet worden. Ab 8.00 Uhr war es verboten, sich dort aufzuhalten, so die Vorgabe der Stadtverwaltung. Die Verwaltung ging von rund 10 000 Menschen aus, die davon betroffen waren. Von Dienstagnachmittag an waren die Lautsprecherwagen durch die Innenstadt gefahren und hatten die Einwohner auf die Evakuierung aufmerksam gemacht.

Der Chef der Polizeiinspektion Rostock, Michael Ebert, war mit dem Ablauf der Evakuierung zufrieden, die es in diesem Umfang noch nie in Rostock gegeben habe. «Die Rostockerinnen und Rostocker waren superdiszipliniert.» Sie hätten klaglos den Sperrbereich verlassen. Ganz schnell hätte sich die Polizei davon überzeugen können, dass der Bereich leer war und damit die Entschärfung beginnen konnte.

In der in der Rostocker Stadthalle eingerichteten Notunterkunft hatten sich am Morgen gut 200 Menschen eingefunden. Das Deutsche Rote Kreuz hatte in einem gesonderten Bereich rund 60 Feldbetten aufgestellt, sagte DRK-Einsatzleiter Maik Junge. Rund 20 Senioren nahmen das Angebot an, sie wurden von zwei Ärzten betreut. In ruhiger Stimmung warteten die Menschen ab, bis sie wieder in ihre Wohnungen beziehungsweise zu ihren Arbeitsplätze gehen konnten.

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