Hochschulen : Regierung strebt späteren Start des Sommersemesters an

So wie an Schulen sollte nach den Worten von Wissenschaftsministerin Bettina Martin (SPD) auch an den Hochschulen Mecklenburg-Vorpommerns für die Zeitdauer der Corona-Krise die digitale Wissensvermittlung verstärkt genutzt werden. «Wir arbeiten daran, dass das Sommersemester durchgeführt werden kann. Schön wäre, wenn möglichst viele Leistungen in allen Bereichen von Studium und Lehre, die wegen Vermeidung persönlicher Kontakte derzeit wegfallen müssen, in digitaler Form kompensiert werden können», heißt es in einem Schreiben der Ministerin an die Professoren und weitere Beschäftigte der Hochschulen im Land. Die Auswirkungen der Virus-Epidemie werde das Ministerium auch im Hinblick auf Studien- und Prüfungsordnungen mit größtmöglicher Flexibilität berücksichtigen, versicherte sie.

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26. März 2020, 18:30 Uhr

Sämtliche Bildungseinrichtungen im Land waren Mitte März geschlossen worden, um soziale Kontakte massiv einzuschränken und damit das Risiko einer Covid-19-Infektion zu verringern. Martin dankte in dem Brief Studierenden, Professoren, Beschäftigten und Lehrbeauftragten für ihr Verständnis für die drastischen Einschränkungen im Hochschulleben. Der Vorlesungsbetrieb ruht bis zum 19. April.

«Mir ist bewusst, dass die Einschnitte zur Eindämmung von Covid-19 für jede und jeden von Ihnen auf unterschiedliche Weise problematisch sind», schreibt die Ministerin. Doch arbeite die Landesregierung in enger Zusammenarbeit mit den Krisenstäben der Hochschulen daran, dass aus der Corona-Krise möglichst niemandem Nachteile für die akademische Laufbahn oder den beruflichen Werdegang entstehen.

Respekt zollten Martin den Studenten für ihr soziales Engagement, «zum Beispiel in der Hilfe für Personen in Risikogruppen oder der Unterstützung der Krankenversorgung mit Blutspenden». Sie warb dafür, darin nicht nachzulassen. So werde es einen Bedarf für psychologische Beratung an Hotlines geben, bei der Ermittlung von Infektionsketten oder auch bei der Erntehilfe. «Ich würde mich sehr freuen, wenn wir hier auf Ihre Unterstützung setzen könnten», schrieb Martin.

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