Prozesse : Prozess um zu Tode gefolterte Frau neu gestartet

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. David Ebener/Archiv
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. David Ebener/Archiv

Der Prozess um eine zu Tode gefolterte Frau aus Alt Rehse ist am Dienstag am Neubrandenburger Landgericht neu gestartet worden. Angeklagt ist ein 52 Jahre alter Mann, der seine Lebensgefährtin im Sommer 2016 im Streit nackt an ein Bett gefesselt und mit einer Peitsche misshandelt haben soll. Danach ließ er sie laut Anklage verhungern und verdursten. Der Mann und die Frau aus Rheinland-Pfalz hatten sich über das Internet kennengelernt.

svz.de von
17. April 2018, 10:33 Uhr

Der Mann hatte im ersten Prozess geschwiegen. Er war wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung mit Todesfolge zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Ihm war aber eine «verminderte Schuldfähigkeit» attestiert worden. Die Verteidigung legte Revision ein. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf und ordnete die Neuverhandlung an. Es solle geklärt werden, ob der Mann überhaupt zur Tatzeit schuldfähig war und weiter eine Gefahr darstellt.

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