Parteien : Nur 24 Prozent Wald: Linke fordert Aufforstungsprogramm

Wenke Brüdgam (l.) und Torsten Koplin bei einem Landesparteitag der Partei Die Linke. /Archivbild
Wenke Brüdgam (l.) und Torsten Koplin bei einem Landesparteitag der Partei Die Linke. /Archivbild

Angesichts des Klimawandels hat die Linke ein massives Aufforstungsprogramm im Nordosten gefordert. «Gegenwärtig besitzt Mecklenburg-Vorpommern lediglich eine Waldfläche von etwa 588 000 Hektar und rangiert damit bundesweit an vorletzter Stelle», erklärten die beiden Landesvorsitzenden Wenke Brüdgam und Torsten Koplin am Sonntag. Die Wälder seien zudem häufig nicht miteinander verbunden - es gebe rund 22 000 Waldinseln. Laut Umweltministerium sind rund 24 Prozent der Landesfläche bewaldet, womit der Nordosten zu den waldärmeren Regionen in Deutschland gehört. Der Bundesdurchschnitt beträgt 32 Prozent.

svz.de von
21. Juli 2019, 13:04 Uhr

Die Forderung der Linken-Chefs: In den nächsten Jahren sollte für jeden der rund 1,6 Millionen Einwohner des Landes ein Baum gepflanzt werden. Das nötige Geld sollte von Bund, Land und über Spenden bereitgestellt werden. Die Partei kündigte an, auch selbst aktiv werden zu wollen. So werde sie sich an geplanten Baumpflanzaktionen im Herbst auf Rügen beteiligen und eigene Projekte in Abstimmung mit der Landesforstanstalt initiieren.

Hintergrund des Vorstoßes der Linken sind die jüngsten Waldbrände bei Lübtheen im Landkreis Ludwigslust-Parchim und Peenemünde auf Usedom, wo zusammen mehr als 1000 Hektar Wald in Mitleidenschaft gezogen wurden. Brüdgam und Koplin verwiesen auch auf eine Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich, wonach der Klimawandel durch nichts so effektiv bekämpft werden kann wie durch Aufforstung. Die Forscher schlagen die Aufforstung von weltweit rund einer Milliarde Hektar Land bis 2050 vor. Die Erde ist nach Angaben der Forscher derzeit von 5,5 Milliarden Hektar Wald bedeckt.

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