Konjunktur : Mittelstand investitionsfreudig trotz gedämpfter Prognose

Ein Mann arbeitet an einem Schraubstock. picture alliance / dpa/ Illustration/archiv
Ein Mann arbeitet an einem Schraubstock. picture alliance / dpa/ Illustration/archiv

Trotz insgesamt verhaltener Geschäftsprognosen für 2020 zeigen sich mittelständische Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern ausgesprochen investitionsfreudig. Wie aus dem jüngsten «Mittelstandsbarometer» des Beratungsunternehmens Ernst & Young hervorgeht, wollen 41 Prozent der befragten Firmen im Nordosten ihre Investitionen gegenüber dem Vorjahr steigern. Das ist nach Berlin der höchste Wert aller Bundesländer. Deutschlandweit planen 28 Prozent der Mittelständler, ihre Ausgaben für Maschinen und Gebäude zu erhöhen.

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24. Januar 2020, 11:09 Uhr

Auch bei der Neueinstellung von Mitarbeitern reihen sich die Firmen in Mecklenburg-Vorpommern vorn ein. 30 Prozent der Befragten gaben an, ihre Belegschaften aufstocken zu wollen. Das ist nach Berlin, Hamburg und Hessen der vierthöchste Wert. Gleichzeitig prognostizierten 14 Prozent der Unternehmen im Nordosten einen Stellenabbau. Das ist der höchste ermittelte Wert. Im bundesweiten Durchschnitt gehen 24 Prozent der Mittelständler von einem Beschäftigungszuwachs aus, 7 Prozent von einem Abbau.

Bei der Bewertung ihrer aktuellen Geschäftslage und bei der Prognose zeigten sich die Firmen in Mecklenburg-Vorpommern hingegen verhalten. Nur 48 Prozent bewerteten ihre derzeitige Situation als gut, im Bundesdurchschnitt waren es 57, im benachbarten Schleswig-Holstein sogar 68 Prozent. Der Blick in die Zukunft fällt bei lediglich 32 Prozent der Befragten im Nordosten optimistisch aus, 16 Prozent - und das ist der bundesweite Höchstwert - erwarten für die kommenden sechs Monate schlechtere Geschäfte.

Insgesamt habe sich das Geschäftsklima in Deutschland eingetrübt, bleibe aber positiv, heißt es in dem «Mittelstandsbarometer». 57 Prozent der Unternehmen bewerten den Angaben zufolge ihre aktuelle Lage uneingeschränkt positiv. Vor einem Jahr waren es 65 Prozent. Der Anteil derjenigen mit einer negativen Beurteilung stieg von 3 auf 10 Prozent. Ernst & Young hatte bundesweit 1500 mittelständische Unternehmen mit 30 bis 2000 Mitarbeitern befragt.

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