Agrar : Milchpreise wieder im Keller: Zahl der Milchbauern sinkt

Kühe stehen im Melkstand. /Archiv
Kühe stehen im Melkstand. /Archiv

Die Milchbauern leiden weiter unter niedrigen Preisen. Die Landwirte erhielten in den ersten elf Monaten 2018 in Mecklenburg-Vorpommern im Schnitt 32,80 Cent je Kilogramm Milch, wie aus der Antwort des Agrarministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervorgeht. Nach dem Krisenjahr 2016 mit durchschnittlich 31,7 Cent je Kilogramm Milch war der Preis im darauffolgenden Jahr auf 36,1 Cent geklettert. Als auskömmlich gelten etwa 40 Cent.

svz.de von
11. Februar 2019, 15:20 Uhr

Angesichts des erneuten Preisrutsches hatte Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) die deutschen Molkereien bereits im August aufgefordert, den Bauern «endlich» 40 Cent je Kilo Milch zu zahlen. Nach Angaben des Bundes Deutscher Milchviehhalter (BDM) ist die in Deutschland produzierte Milchmenge von 2017 zu 2018 um zwei Prozent zurückgegangen. Eigentlich müssten daraufhin die Preise steigen, sagte ein Sprecher. Doch das sei nicht eingetreten. Zusätzlich hätten die Milchbauern mit den Folgen der Dürre von 2018, wie etwa gestiegenen Futterpreisen, zu kämpfen.

Die Zahl der Betriebe mit Milchkuhhaltung sinkt in Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren. 2018 hielten den Angaben zufolge noch 718 Unternehmen Milchkühe nach 734 im Jahr davor. 2013 hatte es 865 Milchviehhalter im Nordosten gegeben.

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