Schulen : Mehrere hundert langzeitfehlende Lehrer

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Dauerkrank oder in Elternzeit: In den Schulen in MV werden die Pädagogen knapp.

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04. Oktober 2018, 20:00 Uhr

An Mecklenburg-Vorpommerns Schulen sind mehrere Hundert der rund 12 000 Lehrer dauerkrank oder fehlen aus anderen Gründen längerfristig - etwa weil sie in Elternzeit sind. Am Stichtag 26. Juni 2018 waren nach Angaben des Bildungsministeriums 183 Lehrkräfte länger als sechs Monate und 208 Lehrer länger als ein Jahr krank, in Elternzeit oder aus anderen Gründen nicht im Dienst.

Weitere 332 Lehrkräfte waren zwischen sechs Wochen und sechs Monaten nicht da, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervorgeht, die am Donnerstag in Schwerin veröffentlicht wurde. Von den insgesamt 720 mehr als sechs Wochen fehlenden Lehrern waren 275 in Mutterschutz oder Elternzeit.

Unterrichtsausfall kaum vertretbar

Nach Angaben der Linken geht den betroffenen Schülern durch die langzeitfehlenden Lehrkräfte massiv Unterricht verloren. «Die Landesregierung reagiert völlig unzureichend auf diesen unhaltbaren Zustand», kritisierte die Fraktionsvorsitzende Simone Oldenburg. Da Planstellen von abwesenden Beamten nicht neu besetzt werden dürften, seien sehr viel mehr Vertretungslehrkräfte erforderlich.

«Der Pool von rund 70 Lehrerinnen und Lehrern reicht bei weitem nicht aus, den Unterrichtsausfall abzufangen - zumal mehr als die Hälfte dieser Stellen gar nicht besetzt ist», sagte Oldenburg. Sie forderte ein Vertretungsbudget von einer Wochenstunde je Lehrkraft. «Damit hätten die Schulen Freiräume, den ausfallenden Unterricht flexibel und unkompliziert zu vertreten.»

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