Metallindustrie : Mehr als 11 000 Metaller warnstreiken im Norden

Warnstreik der IG Metall Küste. /Archiv
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Warnstreik der IG Metall Küste. /Archiv

Der Freitag war Abschluss und Höhepunkt der ersten Warnstreik-Woche in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie. Nun richten sich in der kommenden Woche alle Blicke nach Bremen, wo die Tarifparteien zu ihrer dritten Verhandlungsrunde zusammenkommen.

svz.de von
12. Januar 2018, 15:19 Uhr

Die IG Metall Küste hat am Freitag ihre Warnstreiks in den norddeutschen Bundesländern nochmals ausgeweitet. Rund 11 500 Beschäftigte aus mehr als 70 Betrieben legten vorübergehend ihre Arbeit nieder und beteiligten sich an Demonstrationen und Protestaktionen, teilte die IG Metall Küste mit. Der Schwerpunkt an diesem letzten Tag der ersten Warnstreik-Welle lag in Schleswig-Holstein, wo 7100 Beschäftigte aus 40 Betrieben an den Warnstreiks teilnahmen. Allein 1200 Beschäftigte nahmen laut Gewerkschaft bei ThyssenKrupp Marine Systems in Kiel teil; bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft waren es 620.

In Hamburg beteiligten sich rund 2000 Metaller an den Warnstreiks, in Bremerhaven und dem nordwestlichen Niedersachsen waren es jeweils rund 1000 und in Mecklenburg-Vorpommern 400. Damit hätten seit Anfang der Woche insgesamt rund 24 000 Beschäftigte aus 140 Betrieben für bis zu zweieinhalb Stunden die Arbeit niedergelegt. «Das war ein starker Auftakt», sagte Meinhard Geiken, der Bezirksleiter der IG Metall Küste.

Die nächste Verhandlungsrunde zwischen IG Metall und Arbeitgebern an der Küste ist für den kommenden Donnerstag (18.1.) in Bremen angesetzt. Dazu werde die IG Metall erneut zu Warnstreiks aufrufen, kündigte Geiken an. Bis dahin seien nur vereinzelte Aktionen geplant. Die Gewerkschaft fordert für die 140 000 Beschäftigten der Branche im Norden sechs Prozent mehr Geld sowie einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung der Arbeitszeit bis auf 28 Stunden, zum Teil mit Lohnausgleich. Die Arbeitgeberseite hat bislang zwei Prozent mehr Entgelt angeboten und eine Einmalzahlung von 200 Euro. Sie lehnt die Gewerkschaftsforderungen zur befristeten Arbeitszeitreduzierung ab.

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