Schulleiter entscheiden : Manche Schulen in MV geben Hitzefrei

Welche das genau sind, erfahren Sie hier. Ob es auch morgen wieder hitzefrei gibt, entscheiden die Schulleiter.

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23. Juni 2016, 13:26 Uhr

Angesichts schweißtreibender Temperaturen haben einige Schulen in Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag hitzefrei gegeben. So endete der Unterricht für rund 250 Kinder der dritten und vierten Klassen an der Grundschule Ost in Pasewalk bereits nach der vierten Unterrichtsstunde. Ob es hitzefrei gebe, werde jeweils tagesaktuell entschieden, sagte Schulleiter Ralf Schwarz. Wer nicht früher abgeholt werden könne, werde auch weiterhin in der Schule betreut.

Am Erasmus Gymnasium in Rostock war nach Angaben der Schule für rund 425 Schüler mehr als eine Stunde früher Schluss. Die Schüler der siebten bis neunten Klassen des Elbe-Gymnasiums in Boizenburg durften sogar zwei Stunden früher gehen. Für rund 250 von 460 von ihnen war der Unterricht um 13.00 Uhr beendet.

An der „Eva“, der Evangelischen Schule in Neubrandenburg, war kein hitzefrei geplant. Der Neubau hat eine Klimaanlage, hieß es aus dem Lehrerzimmer. Der Grundschulteil in einem alten Gebäude habe dicke Mauern, und zwischen beiden Schulen gebe es eine Eisdiele.

Die Schüler der Regionalschule Lützow durften sich bei 31 Grad Außentemperatur über Hitzefrei ab der sechsten Stunde freuen. Gleiches galt für die Schüler der Schule Rehna, wo ab 12.30 Uhr Schluss war. Thomas Barsch, Schulleiter in Rehna, sagte: „Wir haben uns nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, Hitzefrei zu geben.“

Auch die Schulleitung  in Schlagsdorf zog ein Hitzefrei ab 13 Uhr in Erwägung, wobei dies allerdings ohnehin nur für den Ganztagsschulunterricht zutreffen würde.

Kein Hitzefrei hingegen gab es an der Regionalschule „Heinrich Heine“ Gadebusch, am Gymnasium Gadebusch und  an der Regionalschule Mühlen Eichsen. Dort mussten die Schüler schwitzen. Während die Schulleitung an der Regionalschule Gadebusch ein Hitzefrei für gestern kategorisch ausschloss, wog die Schulleitung des Gymnasiums Gadebusch den geringen Nutzen eines Hitzefreis ab. Ingolf Litzner, Schulleiter am Gymnasium Gadebusch, sagte: „Wir haben aufgrund der Abiturprüfungen und Praktika zurzeit nur zwei Klassen an der Schule. Dafür  lohnt es sich nicht, extra Hitzefrei zu geben.“

In Mühlen Eichsen kam ein Hitzefrei für die Schulleitung aufgrund der Bus-Gegebenheiten nicht infrage. Sybille Schläger, Schulleiterin in Mühlen Eichsen, meinte ironisch: „Wenn man uns die Busse zur Verfügung stellt, geben wir gerne Hitzefrei!“

Im Raum Ludwigslust durften die Schüler der Regionalen Schule Malliß nach der 6. Stunde nach Hause. In der Regionalen Schule „Karl Scharfenberg“ Neustadt-Glewe und im Gymnasium Ludwigslust fielen die 7. Und 8. Stunde aus. An der Fritz-Reuter-Grundschule Ludwigslust hatten nach der 4. Stunde die Schüler Schluss, die nach Hause gehen dürfen. Die anderen mussten bis zum offiziellen Schulschluss um 11.35 Uhr warten. Die Regionale Schule Peter Joseph Lenne-Schule in Ludwigslust verkürzte die Unterrichtsstunden auf 30 statt 45 Minuten. Am Gymnasialen Schulzentrum Dömitz, der Regionalschule Friedrich Rohr in Grabow der Grundschule Eldekinder in Grabow gab es kein hitzefrei.

Normaler Schulbetrieb bestand auch in den Grundschulen, der Schule am Inselsee und der Richard-Wossidlo-Schule in Güstrow. Die Güstrower Thomas-Müntzer-Schule hingegen schickte ihre Schüler um 12.30 Uhr nach Hause.

Über verkürzte Schulstunden konnten sich die Mädchen und Jungen der Goetheschule Parchim freuen. An anderen Bildungseinrichtungen in der Parchimer Region fielen ganze Stunden aus.

Ob hitzefrei gegeben wird, entscheiden grundsätzlich die Schulleiter selbst, hieß es vom Bildungsministerium MV in Schwerin. „Eine bestimmte Temperatur, ab der hitzefrei ist, gibt es nicht“, sagte ein Sprecher. Die meisten Schulen wollten sich hinsichtlich eines Hitzefrei für morgen noch nicht festlegen. Nach Angaben des Meteomedia-Wetterstudios auf der Insel Hiddensee können die Temperaturen in MV bis zum Wochenende auf 35 Grad steigen.

Bilungsserver MV

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