Arbeitsmarkt : Linke: Arbeitsmarktregelungen gehen an MV vorbei

Schwerin (dpa/mv) - Die im Koalitionsvertrag von Union und SPD in Berlin vorgesehenen Neuregelungen zur sachgrundlosen Befristung und zum Recht auf befristete Teilzeit reichen nach Ansicht der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns nicht aus. An den meisten Beschäftigten im Land würden die Regelungen vorbeigehen, weil die Betriebe zu klein seien, erklärte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Fraktion, Henning Foerster, am Donnerstag. So will die neue Bundesregierung den Missbrauch sachgrundloser Befristungen begrenzen, indem Unternehmen mit mehr als 75 Mitarbeitern maximal 2,5 Prozent der Belegschaft so beschäftigen dürfen. In Mecklenburg-Vorpommern gebe es aber sehr wenige Betriebe mit mehr als 75 Mitarbeitern. Nur 2,5 Prozent aller Unternehmen erreichten diese Größe. 2016 waren Foerster zufolge in Mecklenburg-Vorpommern im Jahresschnitt 92 800 Frauen und Männer befristet beschäftigt. 

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08. März 2018, 13:35 Uhr

Ähnlich sieht es Foerster zufolge für viele Teilzeitbeschäftigte aus. So gelte der im Koalitionsvertrag vorgesehene Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit nur für Unternehmen mit mehr als 45 Mitarbeitern. «Auch bei diesem Vorhaben gucken mehr als 50 Prozent der 166 000 Teilzeitbeschäftigten in MV in die Röhre, denn sie arbeiten in einem Unternehmen mit weniger als 45 Beschäftigten», sagte Förster.

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